Nach Fuchs-Urteil:Tauziehen um 14 Millionen Schilling Ergreiferprämie

Beamter aus dem Innenministerium erhebt Anspruch auf Ausfolgung

Wien (OTS) - Franz Fuchs ist kaum verurteilt, setzt auch schon das Gerangel um die Ergreiferprämie ein: Die besten Chancen werden jenen beiden Frauen aus Gralla eingeräumt, die am 1. Oktober 1997 die Gendarmerie alarmierten, weil sie sich von Fuchs verfolgt fühlten.Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, erhebt nun ein Beamter des Innenministeriums Anspruch auf die vom Innenministerium ausgelobten 14 Millionen Schilling.

Der C-Beamte Martin Magdits behauptet anhand von schriftlichen Aufzeichnungen, er habe die Autonummer des Attentäters bereits 1996 im Büro des damaligen Innenministers Caspar Einem deponiert. Der Beamte hatte damals auf Anregung der FPÖ private Recherchen in Sachen BBA-Terror angestellt, für die er später eine bedingte Haftstrafe wegen Amtsanmaßung ausfaßte. Magdits behauptet, Bewohner der Roma-Siedlung von Oberwart hätten schon vor dem Anschlag vom 4.2.1995 verdächtige Fahrzeug-Kennzeichen notiert. Darunter sei seinen Notizen zufolge auch die Autonummer von Franz Fuchs (St 524.919) gewesen.

Er habe seine Erkenntnisse per Hauspost dem damaligen Innenminister Caspar Einem übermittelt, ohne zu wissen, welch brisante Informationen in Wirklichkeit darin enthalten seien. Das Kuvert sei jedoch spurlos verschwunden. Vergangene Woche hat Magdits über seinen Rechtsanwalt Antrag auf Ausfolgung der Ergreiferprämie gestellt. "Wenn ich das Geld bekomme, teile ich mit den Roma."

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