Haider in FORMAT: "Übernehme vielleicht Kulturressort"

"Werde im Nationalratswahlkampf optisch präsent sein."

Wien (OTS) - In einem Interview mit dem am Montag erscheinenden Nachrichtenmagazin FORMAT präzisiert FPÖ-Obmann Jörg Haider seine Vorstellungen über die künftige Arbeit als Landeshauptmann in Kärnten. Haider kann sich vorstellen das Kulturressort zu übernehmen:
"Ja, durchaus. Es kann auch sein, daß ich Gemeinderefernt werde."

Haider plant für die Jahrtausendwende eine Großaustellung aller relevanter Kärntner Maler: "Das ist meine große Idee. Kein anderes Bundesland kann auf derart bedeutende Maler verweisen. Eine Gesamtpräsentation würde international enormes Renommee bedeuten." Er werde auch Werke des von ihm heftig kritisierten Cornelius Kolig präsentieren, sagt Haider.

Den Kärnten-Boykott diverser Künstler, unter anderen Kabarettist Andreas Vitasek, nimmt Haider gelassen: "Das ist völlig absurd. Wie ich das erste Mal Landeshauptmann geworden bin, hat es auch vorher geheissen, sie müssen auswandern. Alle sind dageblieben und sehr rasch bei mir erschienen, um ihre positive Seite zu zeigen."Haider kündigte weiters an, sein Wahlversprechen eines Kinderbetreuungsschecks notfalls mit einer Volksabstimmung durchzusetzen.

Der künftige Kärntner Landeshauptmann kann auch die Kritik des Präsidenten der israelitischen Kultusgemeinde, Ariel Muzikant, er habe sich nicht für seine Aussage von der "ordentlichen Beschäftigungspolitik"nicht entschuldigt, nicht verstehen. Haider:
"Ich schicke ihm einmal das Protokoll der damaligen Landtagssitzung, das soll er dann lesen um sich anschließend bei mir zu entschuldigen. Ich habe diesen Satz zurückgenommen und mich bei allen entschuldigt, die dadurch verletzt wurden. Mehr kann man nicht machen."

Haider lobt im FORMAT-Gespräch vor allem die steirische Landeshauptfrau Klasnic: "Die Waltraud Klasnic ist sicher eine sehr geschickte Politikerin. Sie hat bei ihrer Wahl zwar auf eine rot/schwarze Koalition gesetzt, aber erkannt, daß das nicht das Wahre ist." Haider rechnet mit Neuwahlen schon am 13. Juni: "Wenn in Kärnten die Wahl auf mich fällt, nehme ich an, daß der Vorrat an Gemeinsamkeiten bei Rot und Schwarz aufgebraucht ist."

Die große Koalition sei mit einem Ablaufdatum versehen, so Haider:
"Es hängt vom Wahlergebnis ab. Wenn die Freiheitlichen bei der Nationalratswahl punkten, wird es dieser Koalition nicht mehr gelingen, irgendwas zu bewegen." Er werde auch während des Nationalratswahlkampfes bundesweit auftreten: "Als Landeshauptman, bin ich natürlich in diesem Wahlkampf optisch präsent. Er wolle fünf Jahre in Kärnten bleiben, danach sei, so Haider, "auch der Kanzlerjob nicht auszuschließen."

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