Beschluß zur EU-Agrarreform WWF: Reförmchen statt Reform

Wien (OTS) - Der gestern vorgelegte Beschluß der
EU-Agrarminister zur Reform der Agrarpolitik ist für den WWF Österreich (World Wide Fund For Nature) zu wenig weitreichend. "Die Ausgaben für die Landwirtschaft wurden erhöht, der längst fällige Ausstieg aus der Planwirtschaft wird weiter verschleppt und positive Elemente wie de ländliche Entwicklung fristen ein Schattendasein", kritisiert Mag. Simone Lughofer, Landwirtschaftsexpertin beim WWF. "Diese Reform ist nur en Reförmchen. Sie reicht nicht zum Aufbau einer umwelt- und naturgerechten und gleichzeitig wettbewerbsfähigen Landwirtschaft in Europa."

Mag. Lughofer kritisiert vor allem, daß die Verschwendung von Subventionen weitergetrieben werde und Ausgleichszahlungen, die Landwirte im Gegenzug zu den sinkenden Interventionspreisen für Agrarprodukte bekommen, wieder nicht abgebaut werden. "Subventionen per Gießkanne sind nicht geeignet, um die ökologischen und sozialen Herausforderungen ländlicher Räume zu lösen", so Mag. Lughofer. Der WWF appelliert daher an Bundeskanzler Klima, sich beim Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs am 24./25 März in Berlin dafür einzusetzen, daß die Subventionen an die Landwirtschaft bis 2006 auslaufen. Die so frei werdenden Gelder sollten statt dessen Arbeit und Umwelt im ländlichen Raum finanzieren.

"Die Einführung der neuen ländlichen Entwicklungspolitik begrüßen wir dagegen ausdrücklich", so Mag. Lughofer. Dieser neue Politikansatz fördere Investitionen in der Landwirtschaft, regionale Vermarktung, ländliche Entwicklung und den Umwelt- und Naturschutz. Das notwendige Geld soll zukünftig der sogenannten Agrarleitlinie entnommen werden. Diese stand bisher vor allem für Subventionen und für die Eingriffe auf den Agrarmärkten zur Verfügung.

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