Abfertigung: ÖAAB wirft Nebelgranaten

GLB für Fonds in Selbstverwaltung

Wien (GLB) - Als »Ablenkungsmanöver« bezeichnet der
Vorsitzende des Gewerkschaftlichen Linksblocks und ÖGB-Bundesvorstandsmitglied Manfred Groß die Angriffe des ÖAAB-Generalsekretärs Tancsits auf die Gewerkschaft: »Tatsächlich ergibt das Abfertigungsmodell der ÖVP einen erheblichen finanziellen Verlust für die ArbeitnehmerInnen. Der Vorteil wäre nur auf der Seite der Unternehmer und der Versicherungswirtschaft!«

Der GLB-Vorsitzende unterstützt das ÖGB-Modell, demzufolge die Abfertigung durch Auslagerung aus dem Unternehmen
sichergestellt und auch im Fall der Selbstkündigung zur
Auszahlung kommen soll, präzisiert aber die ÖGB-Vorstellung.
Nach Auffassung der Linksgewerkschafter ist die Abfertigung Teil
des Entgelts und sollte daher durch einen Fonds in
Arbeitnehmerhand selbstverwaltet werden. Dies könnte auch durch
die Arbeiterkammer erfolgen, die die rechtlichen Voraussetzungen dafür erbringt.

»Es geht doch nicht an, daß Entgeltsanteile der ArbeitnehmerInnen den Unternehmen als kostenloser Kredit zur Verfügung stehen und
im Falle von Selbstkündigungen nicht einmal ausbezahlt werden.
Wir schlagen vor, die jetzige Rücklage als Beitrag laufend in einen solchen Fonds einzuzahlen und ohne Stufenregelung auszuzahlen,
wenn es zur Lösung des Arbeitsverhältnisses kommt. So haben die Unternehmen kein Animo zur Kündigung vor Erreichen einer Stufe
und den ArbeitnehmerInnen kommt zu, was ihnen zusteht. Die Abfertigung ist als Überbrückung beim Arbeitsplatzwechsel gedacht und soll in diesem Sinne auch eingesetzt werden. Alles andere ist eine Verfälschung ihres Sinnes!«, meint GLB-Vorsitzender Manfred Groß.

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