Meldestelle für Benzinpreisprobleme notwendig

Ministerin Prammer fordert rasches und effizientes Tätigwerden des Wirtschaftsministers

Wien (OTS) - Angesichts der Diskussion um den Benzinpreis fordert Konsumentenschutzministerin Prammer den Wirtschaftsminister auf, eine Preismeldestelle einzurichten. Damit soll rasch und effizient auf Beschwerden von KonsumentInnen über idente regionale Preise reagiert werden. Mögliche Konsequenz wäre die rasche Einleitung eines Verfahrens beim Kartellgericht.

Daneben rät Prammer den KonsumentInnen, die bereits bestehenden Benzinpreisvergleiche der Autofahrerclubs zu nutzen.

Der Wettbewerb am Benzinssektor muß konsequent gefördert werden. Der österreichische Benzinmarkt wird traditionell von sechs großen Benzinfirmen beherrscht. Daneben gibt es eine geringe Anzahl von kleinen Anbietern, die vor allem im Osten Österreichs Tankstellen betreiben. Aufgrund der wenigen kleinen Anbieter im Westen liegen die Kraftstoffpriese dort regelmäßig weit über denen im Osten.

Die AutofahrerInnen sehen sich nach wie vor oft meist einheitlichen regionalen Preisen gegenüber, was auf fehlenden Wettbewerb hinweisen könnte. Auf den Autobahnen gibt es überhaupt ein bundesweit einheitliches Hochpreisniveau der sechs großen Benzinfirmen. Die Autofahrerclubs sollen bei ihren Preisvergleichen daher besonders auch billigere Alternativen im Umland von Autobahnen aufzeigen, betont Prammer.

Eine sechsmonatige Preisfestsetzung im laufenden Preisverfahren hätte nur kurzfristige Wirkung. Lediglich eine konsequente Marktbeobachtung durch das Wirtschaftsministerium und die regelmäßige Veröffentlichung der Ergebnisse der Meldestelle sowie eine langfristige Politik zur Wettbewerbsförderung auf diesem Markt können die Benzinpreise für die KonsumentInnen nachhaltig senken, betont Prammer abschließend.

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