Neue Chancen für Afrika-Projekte

Drastische Strukturreform bringt wieder Vertrauen in die ADB- Österreichs Afrikaexporte stark ausbaufähig - 1998: 8,2 Mrd S

Wien (PWK) - Für eine stärkere Beteiligung österreichischer Firmen an den öffentlichen Ausschreibungen der Afrikanischen Entwicklungsbank (ADB) warb der Präsident dieser Institution, Omar Kabbaj, bei einem Firmenseminar in der Wirtschaftskammer Österreich. Das österreichische Engagement an den Projekten der Bank habe seit 1981 einen kumulativen Wert von rund 550 Mio S erreicht. Das entspreche nur etwa 0,5 Prozent der Gesamtleistungen der Bank an nicht-afrikanische Projektteilnehmer in diesem Zeitraum. Für eine Ausweitung der österreichischen Aktivitäten bestünden noch beträchtliche Möglichkeiten. ****

Die Afrikanische Entwicklungsbank, die 1966 in Abidjan ihre Arbeit aufgenommen hat, zählt derzeit 77 Mitgliedsländer, darunter auch Österreich (Mitglied seit 1981). Ziel der Bank ist die Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent.

Wie Präsident Kabbaj kürzlich in einem Vortrag vor dem Club Internationale Wirtschaft betonte, sei es der Bank dank einer radikalen Umstrukturierung gelungen, das internationale Vertrauen wiederzugewinnen, das in den letzten Jahren durch Mißmanagement und Intransparenz zurückgegangen war. Beweis sei die im Vorjahr von den Aktionären beschlossene 35 prozentige Kapitalerhöhung. Darüber hinaus wurde Anfang 1999 auch die Wiederauffüllung des mit der Bank eng verbundenen Afrikanischen Entwicklungsfonds für die Periode 1999 bis 2001 beschlossen (Österreichs Anteil: 363 Mio S).

Da die Exporterlöse der afrikanischen Staaten durch den Verfall der Rohstoffpreise stark zurückgehen, seien multinationale Finanzierungen wie sie die ADB oder die Weltbank anbieten, immer wichtiger, stellt dazu der WKÖ-Referent für Entwicklungszusammenarbeit, Walter Mayr, fest. Für österreichische Firmen würden sich angesichts des hohen afrikanischen Nachholbedarfs (vor allem in den Bereichen Infrastruktur, Umwelt, Gesundheit und Ausbildung) gute Chancen bei internationalen Ausschreibungen ergeben.

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