ÖGB: Arbeitsunfälle durch Überbelastung

Jede achte Übertretung betrifft Arbeitszeit und Arbeitsruhe

Wien (ÖGB). Über den Donnerstag bekannt gegebenen Rückgang der Übertretungen des ArbeitnehmerInnenschutz-Gesetzes ist die
Leiterin des ÖGB-Referates für Humanisierung, Technologie und Umwelt, Renate Czeskleba, einerseits erfreut, gleichzeitig stimmt sie die Situation bei den Jugendlichen, Schwangeren und bei den Bereichen, Arbeitszeit, Arbeitsruhe und Lenkerkontrollen nachdenklich. ++++

Jede achte von 75.000 Übertretungen des Gesetzes betrifft Schwangere und Jugendliche. Czeskleba: "Wie passt das mit dem Bild von Unternehmern, die in jüngster Zeit angeblich verstärkte Eigenverantwortung und Sensibilisierung zeigen, zusammen?"

Nachdenklich stimmt die ÖGB-ArbeitnehmerInnenschutzexpertin auch, dass ebenfalls jede achte vom Arbeitsinspektorat festgestellte Übertretung Arbeitszeit und Arbeitsruhe betrifft. Czeskleba: "Es ist bekannt, dass sehr viele Arbeitsunfälle auf die Mehrbelastung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zurückzuführen sind, die durch Überstunden über das gesetzlich erlaubte Maß hinaus entsteht."

Obwohl die Arbeitsinspektoren derzeit noch keine computerunterstützten Kontrollen der LKW-Fahrtenschreiber durchführen, wurden alleine im vergangenen Jahr 5.900 Übertretungen registriert. Czeskleba: "Gerade im Straßenverkehr treffen Arbeitsunfälle - beispielsweise durch Übermüdung - nicht nur die Arbeitnehmer selbst, sondern auch andere
Verkehrsteilnehmer werden zu Opfern. Daher soll vor diesem Hintergrund die Arbeit der Arbeitsinspektion vermehrt nicht als Einschränkung , sondern als Unterstützung von Arbeitnehmern, aber auch von vernünftigen Unternehmern, gesehen werden." (ff)

ÖGB, 12. März 1999 Nr. 114

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