Schrefel: Mit Scheidungsreform großer Wurf gelungen!

Niederösterreich, 11.3.99 (NÖI) Äußerst positiv wird vom NÖ-VP-Abg.z. NR Josef Schrefel das Zustandekommen der Scheidungsreform bewertet. "Damit ist uns nach der Strafprozeßnovelle 99 und dem damit verbundenen außergerichtlichen Tatausgleich innerhalb nur weniger Wochen der nächste große Wurf gelungen", betont der Göstlinger Mandatar, der als Mitglied des parlamentarischen Justizausschusses selbst an den Beratungen beteiligt war.****

Die wichtigste Änderung sieht Schrefel im Anspruch schuldig geschiedener Ehepartner, die in Hinkunft einen Unterhalt erwerben können. "Gerade für Frauen, die ihren Beruf aufgegeben haben und sich um den Haushalt und um ihre Kinder gekümmert haben, bedeutet die neue Regelung einen riesigen Fortschritt. Bisher standen sie
im Falle einer Scheidung vor dem Nichts und blieben mehr oder weniger ihrem Schicksal überlassen. Das gehört jetzt der Vergangenheit an", so Schrefel.

Auch in der Pflicht zur partnerschaftlichen Gestaltung der Ehe sieht der VP-Mandatar eine wesentliche Neuerung. Daß sich Eheleute ihre Pflichten und Aufgaben wie Beruf, Haushaltsführung oder Kinderbetreuung einigermaßen gleich aufteilen müssen und nicht alles auf einen Ehepartner abgewälzt werden darf, erscheint mir durchaus gerechtfertigt. Eine Ehe basiert nun einmal auf dem Partnerschaftsprinzip.

Daß Ehebruch in Hinkunft keinen absoluten Scheidungsgrund mehr darstellt, ist für Schrefel durchaus vertretbar. Ehebruch wird wie Gewalt in der Ehe künftig als "schwere Eheverfehlung" qualifiziert und kann in weiterer Folge, wenn die Ehe unheilbar zerrüttet
wurde, zur Scheidung führen. "Der Seitensprung wurde dadurch keineswegs zum 'Kavaliersdelikt' herabstilisiert und kann nach wie vor schwere Folgen – eben bis hin zur Scheidung - nach sich ziehen", betont Schrefel in diesem Zusammenhang ausdrücklich.

Zügig ausgebaut und zu Recht noch mehr forciert wird durch das neue "Eherechtsänderungs-Gesetz 99" auch die Mediation, bei der
ein Dritter im Falle einer einvernehmlichen Scheidung zwischen den Eheleuten vermittelt. "Die Scheidung läuft ohne langwieriges Gerichtsverfahren ab, kommt bedeutend günstiger und nicht zuletzt können auch viel individuellere, auf die jeweiligen Bedürfnisse des Paares zugeschnittene Lösungen erarbeitet werden", faßt Schrefel die Vorteile zusammen.

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