AK: Qualität der medizinischen Versorgung sicherstellen

Wien (OTS) –Kritik der AK gibt es an den Klagen der Ärztekammer über einen angeblichen "Stillstand der Gesundheitspolitik". "Wir brauchen eine medizinische Versorgung
für alle, wo immer und wie immer sie gebraucht wird", betont Georg Ziniel, Leiter des Sozialbereiches der AK. Und sie müsse rasch, gut, unbürokratisch und zu fairen Preisen erfolgen. Um diese Qualität sicherzustellen, soll die Ärztekammer wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren und nicht einen Stillstand
beklagen, an dem sie Verantwortung trägt.****

Chipkarte einführen
Mit der Einführung der Chipkarte würden sich die Versicherten unnötige bürokratische Wege ersparen und gleichzeitig auch der Verwaltungsaufwand der Ärzte erheblich reduzieren. Ziniel erinnert daran, daß seit Mitte Dezember ein faires Vertragsangebot der Sozialversicherung für die Verwendung der Chipkarte in der ärztlichen Praxis vorliegt. Auch Ärztevertreter haben die Chipkarte empfohlen, bevor die Verhandlungen dann bundesweit als gescheitert erklärt wurden. Eine rasche Einführung liege auch im Interesse der Wirtschaft, so Ziniel: "Denn die hat ja bereits immerhin 300 Millionen Schilling für die Einführung bezahlt."

Gruppenpraxen fördern, Hauskrankenpflege verbessern
Gruppenpraxen wären die optimalen Einrichtungen, um mühselige Wege und lange Wartezeiten abzukürzen. Darüberhinaus können sie für die Patienten bessere Öffnungszeiten bieten und das Problem der Urlaubsvertretung besser lösen. Durch die Möglichkeit der gemeinsamen Nutzung teurer medizinischer Geräte ergebe sich auch für die Ärzte eine nicht unbeträchtliche Ersparnis. Damit könnten auch die Kosten für das System sinken, erklärt der stellvertretende Direktor der AK.
Bedauerlich sei Aufkündigung des Vertrages für die Hauskrankenpflege. Ziniel will diese Lücke in der Versorgung
wieder geschlossen wissen, denn die Bedürfnisse der Patienten müßten an erster Stelle stehen. Viele Arztstellen würden trotz aller Bemühungen der Sozialversicherung nicht angenommen, weil sie in Gegenden liegen, die, so behauptet die Ärztekammer, offenbar nicht finanziell attraktiv genug wären.

Keine Ambulanzgebühr
Völlig indiskutabel ist für die AK die vorgeschlagenen Einführung einer Ambulanzgebühr. Die Spitalsambulanzen sind die einzigen fachärztlichen Einrichtungen, die in der Nacht und an Wochenenden offen haben. Die Patienten dürfen nicht bestraft werden, wenn sie diese Stellen in Notfällen in Anspruch nehmen.

Ziniel fordert die Ärztekammer auf, rasch die Verhandlungen wieder aufzunehmen und im Interesse der Versicherten konstruktiv an der Lösung dieser Fragen mitzuarbeiten.

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