Rund 50 Fässer bei Grabungen und Bohrungen gefunden

Fischer-Deponie: Diese Woche sind die Proben beendet

St.Pölten (NLK) - Die Fischer-Deponie in Theresienfeld hat von
Ende November 1998 bis Mitte März 1999 mit rund einem Tausendstel ihres Volumens, das untersucht wurde, erneut die Gefährlichkeit dieser Altlast unter Beweis gestellt: Rund 50 Fässer wurden bei den Grabungen und Bohrungen in diesem Zeitraum gefunden. Davon wurden bei der "gezielten Grabung" auf einigen Stellen am Dienstag, 9. März, in vier bis neun Meter Tiefe allein 24 Fässer geborgen. 12 Fässer von 24 waren voll, eine erstaunlich große Anzahl, wobei der gute Zustand dieser Behälter besticht. Von den "flüssigen" Fässern wurden rund 1.500 Liter umgepumpt. Der Rest war defekt oder mit festen und pastösen Inhalten gefüllt. Die Quintessenz, kurz formuliert: Es sind ab Anfang 2000 noch mehr Fässer zu erwarten, wenngleich natürlich doch viel weniger Behälter als rein rechnerisch angenommen dort lagern dürften.

Die Voruntersuchungen, die jetzt zu Ende gingen, bestanden bekanntlich aus mehreren Analysen, Messungen und konkreten Erkundigungen: Die Boden-Luft-Messungen mit 450 Sondierungen, die Gasemissionen wie beispielsweise Methan oder auch bestimmte "Flecken" mit chlorierten Kohlenwasserstoffen an die "Oberwelt" brachten, weiters die geophysikalischen Messungen, beispielsweise die Seismik oder die Geoelektrik, die wichtige nähere Erkenntnisse des Untergrundes und der Deponie aufzeigten, und natürlich die chemischen Analysen.

Die Boden-Luft-Messungen und die geophysikalischen Untersuchungen waren wiederum die Grundlage für die gezielten Grabungen und Bohrungen. Dabei erfolgten acht Bohrungen mit einem Gerät, das einen Durchmesser von 1,5 Meter hatte, sowie rund weitere 30 Aufschlüsse. Die verschiedensten Abfallfraktionen, also nicht nur die Fässer, werden vom Chemiker genau untersucht. Und auch die Bodenschichten im Untergrund der Deponie sind beprobt worden.

Jetzt werden die Ergebnisse und Analysen ausgewertet. In der Folge werden europaweite Ausschreibungen vorgenommen und die "Räumungslogistik" ausgearbeitet. Ziel ist, mit Beginn des Jahres 2000 mit der Räumung zu beginnen. Parallel läuft zudem die Verwaltungsvollstreckung mit den Fristen, die mit Ende Juni 1999 die Räumung der ersten 120.000 Tonnen Abfälle vom früheren Deponiebetreiber verlangen. Räumt er die Deponie nicht, bekommt er noch - auch das ist vorgeschrieben - eine Nachfrist. Das geht sich zeitmäßig aus, sodaß tatsächlich mit Beginn 2000 die Räumung beginnen kann. Gleichzeitig funktioniert natürlich grundwasserstromabwärts die Sperrbrunnenkette des Umweltministeriums, sodaß für die Sicherheit voll und ganz gesorgt ist.

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