Mehr Personal für Wiens Spitäler und Pflegeheime notwendig

Optimale Versorgung nicht flächendeckend gewährleistet

Wien (GdG/ÖGB). Die PersonalvertreterInnen des Pflegepersonals bleiben auch nach der "ersten, recht konstruktiven Verhandlungsrunde" mit Gesundheitsstadtrat Sepp Rieder dabei: "Wir brauchen mehr Personal, um eine optimale Versorgung flächendeckend zu gewährleisten." So kommentierte der Vorsitzende der Personalgruppe Pflege- und Med. tech. Dienste, Bernhard
Harreither, von der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG)
die Mittwochabend unterbrochenen Verhandlungen. ++++

"Die Situation ist aus unserer Sicht weiter ernst. Der Stadtrat
hat sich konstruktiv verhalten. Wir beharren darauf, dass bei Aufrechterhaltung des derzeitigen Leistungsangebotes mehr Dienstposten notwendig sind", stellte Harreiter fest und meint weiter: "Wenn die Stadtregierung der Meinung ist, den Steuerzahler nicht mit mehr Dienstposten belasten zu können, so darf sie nicht vergessen, dass sich genau diese Steuerzahler im Falle eines Krankenhaus- oder Pflegeheimaufenthaltes eine optimale Versorgung erwarten."

Wien habe, so der Personalvertreter, im Vergleich zu den Bundesländern zwar mehr Personal beschäftigt, allerdings müssen in den Wiener Spitälern vom Pflegepersonal in Spezialbereichen zahlreiche zusätzliche Tätigkeiten verrichtet werden. Daher sei es zu begrüssen, dass es hier zu einer seriösen Überprüfung kommt.

Als ersten Erfolg wertet Harreither die Vereinbarung, dass die derzeit als Zeitausgleichstunden vermerkten geleisteten
Überstunden umgehend finanziell abgegolten werden. Positiv sei auch, dass der Dienstpostenplan evaluiert werde und dabei ein besonderes Augenmerk auf MitarbeiterInnen, die nach langen Dienstjahren auf Grund ihres Gesundheitzustandes im Langzeitkrankenstand sind, aber noch nicht pensioniert wurden, gelegt werde.

Mehr Zeit für die Pflege könnte nach Ansicht der Gewerkschaft auch eine sinnvolle Eindämmung der Dokumentationsflut in den Spitälern und Pflegeheimen bringen. (ff)

ÖGB, 11. März 1999 Nr. 112

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