ANG-Frauen fordern Qualifizierungsoffensive für Frauen

Unternehmungen profitieren von qualifizierten Mitarbeitern

Wien (ANG/ÖGB). Die Frauenabteilung der Gewerkschaft Agrar-Nahrung-Genuss (ANG) fordert die Unternehmen dieser Branche auf, gemeinsam mit den BetriebsrätInnen gezielte Bestandsaufnahmen
ihrer betrieblicher Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen durchzuführen. Daraus sollte eine Qualifizierungsoffensive insbesonders für Frauen entstehen.++++

Die Schnelligkeit der technologischen und wirtschaftlichen Entwicklung verändert die Arbeitswelt. Die Gesellschaft und die Unternehmungen im Besonderen profitieren von entsprechend qualifizierten und gut ausgebildeten Menschen.

In den Produktionsbetrieben der Nahrungs- und
Genussmittelindustrie sind vor allem Frauen in unqualifizierten Positionen am unteren Ende der betreffenden Hierarchie zu finden, sodass ihre Aufstiegschancen mit praktisch "Null" bewertet werden können.

Die ANG-Frauen fordern die Industrie daher auf, insbesonders folgende Überlegungen in den Mittelpunkt einer betrieblichen Frauenförderung zu stellen:

Betriebliche Frauenförderung

Frauen sollten besonders zur Teilnahme an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen motiviert werden.

Wichtig ist, dass auch solche Berufe und Positionen für Frauen geöffnet werden, die traditionell Männern vorbehalten bleiben, wie z.B. Schichtleiterin oder Abteilungsleiterin.

Interne Stellenausschreibungen sollten so verfasst werden, dass besonders Frauen aufgefordert werden, sich zu bewerben.

Zusätzliche Qualifizierungen müssen auch über den Rahmen der ausgeübten Beschäftigung hinausgehen. Auch die Chance, die Fabriksarbeiterin zur Bürokraft zu qualifizieren, muss ermöglicht werden.

Die ANG-Frauen weisen in diesem Zusammenhang auf das gemeinsame Projekt in Wien von ÖGB, Bfi und AK "Chancen durch Bildung" hin. Eine intensive Bildungsberatung und auf Wunsch auch maßgeschneiderte Bildungsmaßnahmen sollen vor allem ungelernten Arbeitskräften die Chance zu einem beruflichen Aufstieg innerhalb des eigenen Unternehmens ermöglichen. (Bac-)

ÖGB, 11. März 1999 Nr. 111

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