Werbeschmäh auf Kosten der tierfreundlich wirtschaftenden Bauern! Das Tierhilfswerk Austria erstattet Anzeige beim Werberat wegen unlauterem Wettbewerb mit tierischen Produkten

Wien (OTS) - In der Zeitschrift "Unser Wien", Ausgabe 4/99, Seite 12, wird behauptet, daß alles Schweine- und Hühnerfleisch, das auf die Teller der ÖsterreicherInnen kommt, von glücklichen Tieren stammt. Über eine Million ÖsterreicherInnen werden zum Narren gehalten. Denn Faktum ist, daß noch immer 90% der österreichischen Schweine in Intensivtierhaltungsbetrieben gehalten werden, ihr Leben lang einen Einheitsfraß vorgesetzt bekommen und kein Tageslicht sehen dürfen. Der größte Anteil der Masthühner fristet ihr Leben zusammengepfercht in einem Bodenhaltungsstall und kommt außerdem größtenteils aus dem Ausland. Das wird durch Studien von namhaften Universitätsprofessoren belegt. Bio-Masthühner und Bio-Schweinefleisch ist jedenfalls leider noch eine Rarität im Einzelhandel und in Restaurants.

Die Firma SPAR wirbt für Bauernhofgarantie bei Fleisch und in einer Wort-Bildmarke werden gekühlte Frischeier beworben, die von Hennen auf der grünen Wiese stammen sollen. Aber leider sind auch Käfighühnerhalter dem Bauernstand zugehörig und Intensivschweinebauern, die hauptsächlich im Burgenland, Niederösterreich und der Steiermark ihre Betriebe führen, lassen sehr selten Tierschützer in ihre Stallungen schauen.

Diese Werbegags verhindern auf jeden Fall einen gerechten Wettbewerb für tierfreunliche Unternehmen. Die Geprellten sind die Tiere, Bauern und KonsumentInnen."

DI Renate Mayer, Referat für Landwirtschaft: "Verhindern können wir diesen unlauteren Wettbewerb nicht, doch wir werden wachsam sein und tierfreundliche Betriebe mit allen Mitteln unterstützen, denn die Förderungen für die Landwirtschaft werden noch immer zugunsten der Größten ausgeschüttet."

Warnung des THWA an die KonsumentInnen: "Bei allen Eiern, ob gefärbt oder ungefärbt, die im Einzelhandel angeboten werden, die nicht als Boden- oder Freilandeier gekennzeichnet sind, handelt es sich mit größter Wahrscheinlichkeit um Käfigeier." Alles Fleisch kommt vom Bauernhof, Frischheitsgarantie ist gesetzliche Vorschrift und gilt für alle Lebensmittel, egal woher sie kommen und wie sie produziert werden. Achten Sie auf die Markennamen "Tierschutzgeprüft", "Freilandhaltung", "aus kontrollierter, biologischer Landwirtschaft"!

Rückfrgehinweis: DI Renate Mayer, Tel.: 02243-22964 14 oder
Handy: 0664-1843005

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