Weninger: Ein "Pendler-Parkpickerl" für Niederösterreichs Pendler

Landesverkehrsreferent Pröll muß entsprechende Verhandlungen einleiten

St. Pölten, (SPI) - "Ein eigenes "Pendler-Parkpickerl" für Niederösterreicher und parallel dazu deutliche Ermäßigungen für öffentliche Verkehrsmittel", fordert der Mödlinger SP-Landtagsabgeordnete Hannes Weninger. "Die Erweiterung der Wiener "Parkraumbewirtschaftung" auf die Bezirke 2 und 20 verschärft massivst die Parkplatzsituation für Tausende niederösterreichische Pendler, die in der Bundeshauptstadt ihren Arbeitsplatz haben. Mit dieser Maßnahme verlagert Wien die Probleme nur ins angrenzende Niederösterreich, von Seiten Niederösterreichs können diese unakkordierten "Schnellschüsse" nicht weiter hingenommen werden. Das Land muß sich raschest für eine Bereinigung der unzumutbaren Situation für die nö. Pendler einsetzen. Die NÖ Sozialdemokraten sehen beispielsweise in der Schaffung eines "Pendler-Parkpickerls" für die Niederösterreicher einen Weg, zumindest die gravierendsten Härtefälle zu bereinigen, aber auch der Bundeshauptstadt entgegenzukommen", so Weninger in einer Stellungnahme.****

Für alle jene nö. Pendler, für die eine Benutzung von öffentlichen Verkehrsmittel nicht zumutbar ist - beispielsweise aufgrund der Fahrzeit, des vorhandenen Angebotes bzw. Notwendigkeit des oftmaligen Umsteigens - sollte es ein "Pendler-Parkpickerl" geben. Mit diesem ausgestattet sollen sie auch in den "parkraumbewirtschafteten" Bezirken Wiens ihr Auto abstellen können. Weiters könnte überlegt werden, mit einem Pendler-Parkpickerl maßgebliche Ermäßigungen bei öffentlichen bzw. privaten Garagenbetreibern zu verknüpfen, wobei es allerdings ohne einen finanziellen Beitrag der Länder nicht gehen wird. Ein weiterer Ausbau der Park&Ride-Anlagen, eine Verbilligung der öffentlichen Verkehrsmittel sowie eine Verlängerung der Wiener U-Bahn-Linien ins Umland Niederösterreichs (was allerdings erst in Jahrzehnten wirksam werden würde) sollte das ihre dazu beitragen, daß Wiener Parkplatzproblem zu lösen.

"In diesem Zusammenhang ist zu begrüßen, daß die burgenländische Landesrätin Christa Prets bereits angekündigt hat, mit den Wiener Verkehrsverantwortlichen das Gespräch zu suchen und das Parkpickerl-Problem neu zu verhandeln. Auch NÖ-Landesverkehrsreferent Erwin Pröll ist hier angehalten, endlich aktiv zu werden und an den Verhandlungen teilzunehmen. Parteipolitischen Unkenrufe von der Art "die Roten in Wien" sind dabei nicht angebracht, denn vier der Bezirke, die das Parkpickerl beantragt haben, sind VP-dominiert. Begleitend dazu müssen die NÖ Verkehrsverantwortlichen auch in Fragen der Finanzierung notwendiger Ausbauvorhaben des öffentlichen Verkehrs - Stichwort Verlängerung der U-Bahn; Ausweitung der Wiener Kernzone um eine Außenzone - aktiver werden. Sonst müssen wir auf die wichtigsten Ausbaumaßnahmen noch Jahrzehnte warten, was angesichts der Verkehrssituation in der gesamten Ostregion nicht mehr akzeptabel ist", so Abg. Weninger abschließend.
(Schluß) fa

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