Auricon Konzern übergeht Betriebsräte

Konzernvertretung und Gewerkschaft fordern volle Information

Wien (Gewerkschaft der Privatangestellten/Sektion Industrie und Gewerbe, Gewerkschaft Metall–Bergbau–Energie/ÖGB). Die Konzernvertretung der Auricon Holding AG nimmt zum wiederholten
Mal mit Befremden zur Kenntnis, dass sie über die Austria Presse Agentur heute, Dienstag, über die bevorstehende Waagner Biró-Sanierung erfahren musste. Damit wird die vom Konzern lang geübte Praxis, die Vertretung der Belegschaft über wichtige Weichenstellungen im Konzern nicht zu informieren, fortgesetzt.
Das widerspricht der in Österreich sonst gepflegten Unternehmenskultur, der Sozialpartnerschaft und nicht zuletzt der geltenden Rechtslage.++++

Für Hildegard Waldmüller, Vorsitzende des Konzernbetriebsrates, steht fest, "dass alle Maßnahmen, die die Belegschaft betreffen, insbesondere Personalreduzierungen und Umstrukturierungen, nur
unter Einbindung der Betriebsräte erfolgen können und nicht über die Medien zu verkünden sind." Ziel einer verantwortungsbewussten Unternehmensführung könne nicht die Verunsicherung der Beschäftigten und das Auseinanderdividieren der Standorte sein. "Wir fordern von den Entscheidungsträgern im Auricon Konzern raschest alle Informationen und die Aufnahme von konstruktiven Gesprächen", so Waldmüller.

Aufgrund der aktuellen Situation planen die Betriebsräte,
gemeinsam mit den Gewerkschaften in der nächsten Woche Betriebsversammlungen an allen betroffenen Standorten. (Bac-)

ÖGB, 9. März 1999 Nr. 106

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