Dieser Tage beginnen wieder die Amphibienwanderungen

NÖ Straßenmeistereien sorgen für Querungshilfen

St.Pölten (NLK) - Mit Frühlingsbeginn begeben sich auch Amphibien wie Frösche, Lurche, Unken oder Kröten wieder auf Wanderschaft zu ihren Laichplätzen. Dabei müssen sie sehr oft stark befahrene Straßen überqueren. Seit Jahren ist der NÖ Straßendienst bemüht, in Zusammenarbeit mit dem WWF, den Gemeinden, verschiedenen Institutionen und Organisationen sowie Privatpersonen die Tiere, von denen manche Arten akut vom Aussterben bedroht sind, zu schützen.

Derzeit gibt es an mehr als 80 Straßenabschnitten in Niederösterreich Amphibien-Schutzmaßnahmen. Meist handelt es sich um Sperrzäune, um eingegrabene Kübeln und um Durchlässe, die von den NÖ Straßenmeistereien errichtet und während der Laichzeit von freiwilligen Helfern aus der Region betreut werden. Die häufigste Methode, um Amphibien sicher über die Straße zu bringen, ist die Zaun-Kübel-Methode. Die Tiere werden durch einen mindestens 40 Zentimeter hohen Schutzzaun, hinter dem Kübel eingegraben werden, aufgefangen, von Helfern morgens und abends auf die andere Straßenseite gebracht und dort wieder freigelassen. Als dauerhafte Lösungen bieten sich sogenannte Krötentunnel an, die bei Straßenneubauten oder Sanierungen mit verhältnismäßig geringem Aufwand eingebaut werden. Die Anlage eines zusätzlichen Gewässers bietet sich dort an, wo genügend Platz vorhanden und eine Straßenüberquerung nicht notwendig ist. Mit Dauerzäunen wird die Rückwanderung der Tiere zum ursprünglichen Laichgewässer und damit auch die Straßenüberquerung verhindert.

Wenn man bedenkt, daß schätzungsweise 20 Millionen Tiere Österreichs Straßen queren und dabei etwa 5 Millionen überfahren werden, dann wird die Gefahr für Spring- und Grasfrosch oder Kreuzkröte besonders deutlich. Dabei geht es aber auch um den Schutz der Autofahrer, die durch abrupte Bremsmanöver ins Schleudern geraten können.

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