AK: Chancengleichheit für Frauen im betrieblichen Alltag

Entwurf des BMAGS schafft bessere Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Wien (OTS) – Sowohl die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer als auch die Herstellung der Chancengleichheit müssen rechtlich abgesichert werden, fordert Georg Ziniel, Leiter des Sozialbereiches der AK. Der in
Begutachtung gegangene Entwurf des BMAGS zum Karenzurlaub, der
eine flexiblere Gestaltung des Karenzurlaubes gewährleisten soll, ist ein richtiger Beitrag in Richtung besserer Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Darüberhinaus verlangt die AK aber auch verbesserte Regelungen für die Zeit nach dem Karenzurlaub. Vorrangig ein Recht auf Teilzeitarbeit, verbunden mit einem Rückkehrrecht auf Vollzeit. Die Erfahrungen der AK zeigen:
Freiwilligkeit bringe in der Realität nichts, nur gesetzliche Regelungen können helfen. Dies gilt auch für den Bereich der Chancengleichheit im Betrieb. Gesetzliche Schritte in Richtung Gleichbehandlung sind daher dringend nötig.****

Frauen würden in der Wirtschaft nach wie vor als jene angesehen, die ausfallen. Das sei mit ein Grund für die niedrigen Fraueneinkommen. Ein Grund aber auch warum soviele Frauen ihren männlichern Kollegen in der Karriere hinterherhinken müßten. Bei Berufsunterbrechung wegen Kinderbetreuung werden Frauen benachteiligt, so die AK-Kritik an den Unternehmen. Erfahrungen
der AK zeigen, daß viele Betriebe die Umsetzung von Wünschen von ArbeitnehmerInnen auf freiwilliger Basis ignorieren. So können
etwa nach der Karenz die geänderten Arbeitszeitwünsche vielfach nicht durchgesetzt werden. Somit bleibt nur noch die Kündigung. Hier braucht es besserer Mitbestimmungsrechte für ArbeitnehmerInnen. An dieser traurigen Realität ändern auch diverse Auszeichnungen durch Gütesiegel nichts.

Frauen sind im Unternehmen zahlreichen Diskriminierungen
ausgesetzt. Dies reicht von Nachteilen beim Einkommen und beruflichen Aufstieg bis hin zu sexueller Belästigung. Dringend notwendig ist eine umfassende Novellierung des Gleichbehandlungsgesetzes: Eine Verlagerung der Beweislast einer Diskriminierung zum Arbeitgeber und eine Anhebung des Schadenersatzes. Die AK verlangt betriebliche Frauenförderung und Gleichbehandlung zu Bedingungen für Auftragsvergaben und Wirtschaftsförderungen zu machen.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Presse Thomas Angerer
Tel.: (01)501 65-2578

AK Wien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW/AKW