Wirtschaft fordert sinnvolle Steuerung des Hochschulzuganges

EU-Prüfung als Anstoß für überfällige Reformen

Wien (PWK) - "Der Brief aus Brüssel bezüglich Hochschulzugang sollte für die österreichische Hochschulpolitik Anlaß sein, das Thema einer sinnvollen Steuerung des Hochschulzuganges nach Begabung und Leistungsfähigkeit ernsthaft zu erörtern", stellt Georg Piskaty, Leiter der Gruppe Bildungspolitik in der Wirtscahftskammer Österreich, fest. Das Beispiel der Fachhochschulen zeigt, daß eine sinnvolle Auswahl von Studienanfängern im Interesse aller Beteiligten liegt. Die Hochschulen erhalten Studenten, die voraussichtlich das Studium bewältigen können und den Studierenden können entsprechende Studienbedingungen geboten werden. ****

Die derzeit überlangen Studienzeiten und die hohen Abbruchraten deuten in Verbindung mit im Verhältnis dazu geringen Absolventenzahlen auf gravierende Schwierigkeiten bei der Effektivität der Lehre hin. Das ist unter den gegebenen Umständen eines sogenannten "freien", in Wirklichkeit aber völlig ungeordneten Hochschulzuganges auch keine Überraschung. Wenn nun die EU-Kommission die in Österreich praktizierte Zulassung zum Hochschulstudium prüft, ob eine Diskriminierung von Studieninteressenten aus anderen Ländern der EU vorliegt, sollte die österreichische Hochschulpolitik dies als Anstoß nehmen, endlich mit der Tabuisierung des Themas zu brechen und sinnvolle, EU-konforme Verfahren zur Regelung des Hochschulzuganges zu entwickeln. Nach Meinung der Wirtschaft wird man hier studienrichtungsspezifisch vorgehen müssen. So ist es ja beispielsweise so, daß in vielen technisch-naturwissenschaftlichen Studienrichtungen keineswegs von einem Überandrang an Studierenden zu sprechen ist, während sich geisteswissenschaftliche und sozialwissenschaftliche Studien oder aber Lehramtsstudien durch einen Andrang von Studierenden auszeichnen, der in keinem Verhältnis zu späteren Beschäftigungschancen steht.

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Dr. Georg Piskaty

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