ÖGB-Landeskonferenz Vbg.: Recht für Frauen auf Erwerbstätigkeit gefordert

Striktes "Nein" zur Sonntagsarbeit

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Wien (ÖGB Vorarlberg). Bei der heutigen 18. Landeskonferenz des ÖGB Vorarlberg im Festspielhaus Bregenz werden die rund 500 TeilnehmerInnen insgesamt 15 Anträge und zwei Resolutionen zu beraten und zu beschließen haben. ++++

In den beiden Resolutionen geht es um den arbeitsfreien Sonntag
und um die Zukunft der Arbeit - Zukunft der Frauen. Zum arbeitsfreien Sonntag gibt es ein klares "Nein": "Der Sonntag als allgemeiner Ruhetag bedeutet ein Stück Lebensqualität, das nicht auf dem Altar der Profitmaximierung und der grenzenlosen Freizeitindustrie geopfert werden darf."

Frauen müssen ein Recht auf Erwerbstätigkeit haben

Zur "Zukunft der Arbeit - Zukunft der Frauen" wird in der
Resolution festgestellt, "dass es ein Recht der Frau auf Erwerbstätigkeit geben muss" und dass daher Rahmenbedingungen zur eigenständigen Existenzsicherung von Frauen geschaffen und Lebensbedingungen ermöglicht werden müssen, die es Frauen erlauben, selbstständig zu leben und selbst bestimmen zu können, wie sie leben wollen. Gefordert wird u. a. gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit und ein monatliches Mindesteinkommen von
15.000 S brutto. Eine weitere Forderung ist, dass bei Betriebsratswahlen und in Gewerkschafts- und Entscheidungsgremien der Frauenanteil entsprechend berücksichtigt wird.

Jugend fordert Lastenausgleich ein

In den 15 zur Beschlussfassung vorliegenden Anträgen werden sich die Delegierten u. a. mit den Themen Abfertigung, Herabsetzung der Schlüsselzahlen für Freistellung von Betriebsratsmitgliedern, dem Karenzgeld und der bedarfsgerechten Kinderbetreuung beschäftigen. In einem weiteren Antrag der Vorarlberger Gewerkschaftsjugend wird die Schaffung eines Lastenausgleichs zwischen ausbildenden und nichtausbildenden Unternehmen verlangt und in einem Antrag des Landesfrauenausschusses wird auch eine sozialrechtliche
Absicherung für geringfügig Beschäftigte gefordert. (ew)

ÖGB, 6. März 1999
Nr. 101

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