Schwemmwagen spült den Dreck weg

In den Donaukanal wird nie wieder Abwasser während der Kanalreinigungsarbeiten geleitet

Wien, (OTS) Noch bis Ende März 1999 werden entlang des Donaukanals beide Kanalstränge vom fast einen halben Meter hohen Schmutz befreit. Möglich ist dies durch den Einsatz eines sogenannten Schwemmwagens, der lediglich durch den Druck des in Richtung Kläranlage fließenden Abwassers in den Kanälen angetrieben wird. Der Schmutz wird mittels Kübeln an den Auslässen aus den Kanalschächten transportiert. Während wochenlang andauernden Ausschwemmens auf der ca. drei Kilometer langen
Strecke muß regelmäßig Schmutzwasser in den Donaukanal umgeleitet werden. Dies wird heuer zum letztenmal der Fall sein. Denn eine direkte Übeleitung von einem Donaubegleitkanal in den anderen wird eine zusätzliche Verschmutzung des Wassers im Donaukanal verhindern. Das Projekt ist vor rund einem halben Jahr im Bereich der Friedensbrücke begonnen worden und wird insgesamt einhundert Millionen Schilling kosten.

Schon vor 100 Jahren wurde der Schwemmwagen für die Kanalreinigung eingesetzt

Der Einsatz des Schwemmwagens ist mittlerweile historisch. Bereits seit einem Jahrhundert werden die beiden Kanäle entlang
der "kleinen Donau" mittels Schwemmwagen vom ärgsten Dreck
befreit.

Der Schwemmwagen muß wegen des geringen Durchmessers der Einlässe direkt in den Kanalschächten zusammengebaut und nach Beendigung der Schwemmung dort wieder auseinandergenommen werden. Mit der Reinigung des Kanals sind in der Regel fünf Mitarbeiter
der Wien Kanal - Abteilung betraut. Zwei Mann bedienen den Schwemmwagen im Kanalschacht, ein Mann hält Kontakt zwischen den beiden Schwemmwagen - Arbeitern und den beiden Arbeitern an der sogenannten Schwelle, bei der die Menge des Schmutzwasser im Kanal bestimmt wird. Gearbeitet wird rund um die Uhr in drei Schichten. Die Sohle des linken Sammlers ist bereits gereinigt, der rechte Sammler ist in diesen Tagen an der Reihe. Derzeit ist man mit dem Zusammenbau des Schwemmwagens beschäftigt. Ende März 1999 sei damit aber Schluß, betonte der Leiter der Wien-Kanal-Abteilung
(MA 30) SR Dipl. Ing. Helmut Kadrnoska gegenüber der Rathauskorrespondenz im Rahmen eines Lokalaugenscheins, "das
Ärgste haben wird dann hinter uns gebracht, und künftig wird das Donaukanalwasser eine um ein paar Zehntelpunkte bessere Güteklasse haben, immerhin...", schloß er. (Schluß) hl

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Horst Lassnig
Tel.: 4000/81 847
e-mail: las@guv.magwien.gv.at

PID-Rathauskorrespondenz: www.magwien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/OTS