Pioneer Saaten GesmbH distanziert sich von Greenpeace-Methoden, mit denen eine "Bauernjagd" gegen fortschrittliche Landwirte in Kärnten veranstaltet wurde.

Mit den Mitteln der Nötigung kann man keine rechtsgültige Verzichtserklärung erreichen

Wien (OTS) - Die Firma Greenpeace hat in ihrer gestrigen Presseaussendung vermeldet, daß sie zwei Bauern unter öffentlichen Druck gesetzt habe, bis sie die Erklärung abgaben, von einer beabsichtigten Aussaat von gentechnisch verbesserten Mais Abstand zu nehmen.

Pioneer kennen weder den Sachverhalt noch die beiden Landwirte, weil es heuer - noch - keine Pläne für eine Aussaat gibt und daher hat Pioneer darüber keine Gespräche mit Bauern geführt, auch nicht in Kärnten. Aber es ist bekannt, daß es in Österreich Bauern gibt, die sich öffentlich zu einer modernen Landwirtschaft mit gentechnisch verbesserten Pflanzen bekennen.

Daher wissen wir nicht, ob den betroffenen Bauern tatsächlich mit den Mitteln der "Nötigung" ein Absage an ihrer modernen Einstellung "abgepreßt" wurde. Der Pressebericht von Greenpeace verweist "auf den Druck der Öffentlichkeit," mit dem die Bauern "überzeugt" werden mußten. - Dann wäre der Staatsanwalt gefordert, weil das Strafrecht -je nach Schwere der Nötigung - bis zu fünf Jahre Haftstrafe vorsieht.

"Wir distanzieren uns mit aller Schärfe von solchen Methoden der Gewalt, die offensichtlich die fehlenden Argumente ersetzt, warum Österreich vom biotechnischen Fortschritt in der Landwirtschaft ausgesperrt werden soll," nimmt der Geschäftsführer von Pioneer Saaten GesmbH zu der gestern von Greenpeace veröffentlichten Pressemeldung Stellung.

"Damit sich die Landwirte und ihre Familien nicht gefährden, empfehlen wir ihnen, wenn Greenpeace oder andere Umweltfirmen mit ähnlichen Forderungen - wie in Kärnten - bei ihnen auftauchen, sofort jede gewünschte Erklärung abzugeben. Solche Erklärungen stehen unter dem Druck von Drohung und sind daher aus rechtlicher Sicht ohne jede bindende Wirkung.

"Im Vorjahr haben wir von einigen unserer Landwirte Berichte erhalten, wie sie von Umweltfirmen mit Methoden unter Druck gesetzt wurden, die sie als Nötigung erlebten.

Ich hoffe auf unsere Politiker, daß sie sich öffentlich von solchen Methoden distanzieren, damit die Umweltfirmen erkennen, daß sie sich nicht mehr weiterhin - außerhalb unserer demokratischen Rechtsordnung - mit der "Lautstärke ihrer Anhänger" in unserem Land über geschützte Rechte hinwegsetzen können," so Rudolph an die politisch Verantwortlichen.

"Zur ewig gestellten Frage, ob wir, wann wir und wo wir eine Aussaat von gentechnisch verbesserten Mais in Österreich planen, kann ich nur wiederholen:

Wir können dazu erst dann konkrete Pläne erstellen, wenn die von uns verlangten Voraussetzungen erfüllt sind:

1. der von der Landwirtschaft konkret herangetragene Wunsch

2. die öffentliche Unterstützung durch die Landwirtschaftspolitik auf Bundesebene

Im Wesentlichen fehlt uns der 2. Punkt und wir können nicht vorhersehen, ob, und wenn ja, wann er erfüllt sein wird. Daher kann es derzeit keine konkreten Pläne geben," schließt Rudolph seine Stellungnahme.

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