Greenpeace-Protestaktion mit Biobauern: Stop Gentech-Mais in Kärnten Greenpeace deckt auf: Pioneer-Bauern wollen

Wien/Griffen (OTS) - Gentech-Mais anbauen - Landespolitiker müssen Gentech-Pflanzen durch Naturschutzgesetz verbieten =

. Greenpeace demonstrierte heute gemeinsam
mit Biobauern in der Kärntner Gemeinde Griffen gegen den drohenden Anbau von Gentech-Mais in Kärnten. Greenpeace-Recherchen ergaben, daß in 16 österreichischen Gemeinden - darunter auch die Kärntner Gemeinden Griffen und Treibach - Vertragsbauern der Firma Pioneer Gentech-Mais anbauen wollen. Greenpeace demonstrierte mit einem 6m großen Maiskolben gegen die Gefahr des Auskreuzens von Gentech-Mais:
Im Fall von Gentech-Pollenflug sind benachbarte Biobauern in ihrer Existenz bedroht, da sie ihre Produkte nicht mehr als gentech-frei verkaufen können. "Die Kärntner Politiker müssen sofort handeln und den drohenden Gentechnik-Experimenten in Kärnten einen Riegel vorschieben. Nach Vorarlberger Vorbild muß der Anbau riskanter Gentech-Pflanzen im Landesnaturschutzgesetz ein für allemal verboten werden. Kärnten als ökologisch sensible Region und Wiege der österreichischen Biobauern muß vor den Gefahren der Gentechnik geschützt werden, " fordert Susanne Fromwald, Gentechnik-Expertin von Greenpeace Östereich.

Greenpeace Recherchen haben ergeben: Pioneer Bauern in folgenden Gemeinden wollen Gentech-Mais anbauen: Treibach, Griffen (K), Halbthurn, Neuhodis (B), Zistersdorf, Rodingersdorf, Seitenstetten, Großmeiseldorf (N), Baumgartenberg, Pram (O), Gnas, Lieboch, Hengstberg, Fürstenfeld, Großwilfersdorf und Hatzendorf (St). Die Firma Pioneer verfügt seit August 1998 über eine EU-weite Zulassung für Gentech-Bt-Mais und kann daher jederzeit auch in Österreich Gentech-Mais zum Zweck einer Sortenprüfung oder einer diesbezüglichen Vorprüfung anbauen, hat ihre diesbezüglichen Pläne jedoch bis heute nicht offengelegt. Österreichs Felder drohen somit in wenigen Wochen zum Experimentierfeld des US-Multis zu werden.

Mittlerweile wurde die Aktion erfolgreich beendet: Kein Gentech-Mais in Kärnten 1999!

Die beiden Kärntner Bauern in Griffen und Treibach, die Gentech-Mais anbauen wollten, haben auf Druck der Öffentlichkeit von ihren Plänen Abstand genommen. Kärnten bleibt dadurch 1999 gentech-frei.

Doch damit es auch in Zukunft keinen Anbau von Gentech-Pflanzen gibt, fordert Greenpeace die Landesregierung auf, den Anbau von Gentech-Pflanzen ein für alle Mal durch eine Änderung des Naturschutzgesetzes zu verbieten.

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Rückfragen & Kontakt:

Mag. Susanne Fromwald,
Gentechnik-Expertin
Greenpeace Österreich
(vor Ort in Griffen),
Tel.: 0664-4904986
Bettina Trasser,
Pressesprecherin
Greenpeace Österreich
(vor Ort in Griffen),
Tel.: 0664-2407075

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