Sicheres Wohnen für Frauen

Wien (OTS) - Beim Wohnen, wie in so vielen Bereichen des täglichen Lebens, haben es Frauen oft schwerer als Männer. Daß es auch anders geht, zeigt die Frauen-Werk-Stadt in Wien-Floridsdorf. Nach einem Jahr erfolgreicher Mieterbetreuung zieht die Mietervereinigung anläßlich des internationalen Frauentages am 8. März eine zufriedene Bilanz.

In einer Welt, die von Männern geplant und bestimmt wird, ziehen Frauen meist den Kürzeren. Sei es aufgrund einer sozial schlechteren Stellung, die ihre Lebensumstände verkompliziert, oder einfach in Anbetracht vieler Kleinigkeiten des täglichen Lebens, welche Berufs-und Wohnalltag erschweren.

Mütter mit Kindern haben in diesem Fall zumeist ein noch schlechteres (soziales) Los gezogen. Vergleicht man das durchschnittliche Netto-Pro-Kopf-Einkommen von erwerbstätigen AlleinerzieherInnen (die in der Mehrzahl weiblich sind) mit dem ihrer Single-KollegInnen, so lassen sich deutliche Unterschiede feststellen: 35 % niedriger bei Angestellten, 31 % bei ArbeiterInnen und 22 % bei Beschäftigten im öffentlichen Dienst. (Quelle:
Statistische Nachrichten 5/98). Gleichzeitig liegt der Anteil der Wohnkosten ohne Heizung bei 16,5 % der Verbrauchsausgaben pro Haushalt und Monat und stellt somit für Alleinerziehende (Frauen) zusätzlich eine höhere Belastung dar.

Mit der Frauen-Werk-Stadt in Wien Floridsdorf entstand der europaweit größte von Frauen geplante Stadtteil, der auf beispielhafte Weise demonstriert, wie frauengerechtes Wohnen, das den speziellen Bedürfnissen von Frauen nach sozialer und alltäglicher Sicherheit entspricht, aussehen kann.

Als hilfreiche Instanz in allen Fragen rund ums Wohnen war die Mietervereinigung im ersten Lebensjahr der Frauen-Werk-Stadt aktiv am Gedeihen des Projektes beteiligt. Auffallend häufig wurde an die Rechtsexperten mit Fragen nach der Sicherheit der ausschließlich unbefristeten Mietverträge herangetreten. Eine Tatsache, die auf traurige Weise demonstriert, daß Frauen - vielfach aufgrund schlechter Erfahrungen - auch auf diesem Gebiet Benachteiligung fürchten und eine hohe Sensibilität an den Tag legen.

Ob Gestaltung des Kommunikationszentrums oder Unterstützung bei Mängelbehebung, als Vermittler zwischen Mieter und Vermieter, stand die Mietervereinigung mit Rat und Tat den neuen BewohnerInnen helfend zur Seite. Regelmäßige Sprechstunden und die Betreuung der Mieterbeiräte trugen dazu bei, eine Mietergemeinschaft zu etablieren und das selbstbestimmte Wohnen zu fördern.

Was in anderen Wohnprojekten an der Tagesordnung ist, blieb bei der Frauen-Werk-Stadt andererseits vollkommen aus: Klagen über nichtdurchdachte Grundrißgestaltung. Ein Kompliment der Mietervereinigung an die Planerinnen, welches den Erfolg dieses frauenfreundlichen Wohnprojektes auch im Detail bestätigt.

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