Sacher: Mehr Geld für Technologie und Wissenschaft in Niederösterreich

Krasse Gegensätze im Förderszenario für Fach- und Fachhochschulen

St. Pölten, (SPI) - Anläßlich der Landtagsdebatte über die Landesrechnungshofkritik an Bauprojekten in den Landwirtschaftlichen Fachschulen Ottenschlag und Gießhübl bei Amstetten stellte der Bildungssprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Ewald Sacher, fest, daß - aus Sicht des landwirtschaftlichen Schulwesens - erfreulich hohe Geldmittel eingesetzt werden. Für die Revitalisierung des Schlosses Ottenschlag, wo eine Lw. Fachschule etabliert wurde, sind 85 Millionen Schilling ausgegeben worden. Derzeit besuchen jedoch lediglich 49 SchülerInnen diese Schule. Für die Aus- und Neubauten an der LwFS Gießhübl werden netto 70 Millionen Schilling investiert. Sacher stellte jedoch weiter fest, daß damit dem Lw. Schulwesen ein ungemein hoher Stellenwert zugeordnet wird. "Allerdings müßten bei diesem enorm hohen Mitteleinsatz mehr zukunftsorientierte Inhalte und Ziele angepeilt werden, als dies bisher der Fall war. So sind zukunftsorientierten Aspekte, wie moderner Technologie, Telekommunikation, Marketing usw., verstärkt zu berücksichtigen, die Bildungsschwerpunkte dürfen sich nicht in überholten Bereichen erschöpfen, die kaum mehr Zukunftschancen besitzen", fordert Sacher.****

In diesem Zusammenhang zeigte LAbg. Sacher auch auf, daß für den gesamten Sektor Wissenschaft, Forschung, Technologieförderung, Landesakademie und Donauuniversität im Land NÖ lediglich ein Betrag von rund 65 Mio Schilling pro Jahr zur Verfügung steht. Also in Summe weniger, als für eine einzige Lw-Fachschule eingesetzt wird! "Damit wird das Förderszenario seiner Aufgabe in keiner Weise gerecht, zukunftsorientiert Chancen auf dem Sektor von Wissenschaft, Forschung und Entwicklung und den damit zusammenhängenden Bildungs- und Weiterbildungsaufgaben wahrzunehmen und verstärkt zu fördern", kritisiert der Kremser Landtagsabgeordnete. Sacher fordert namens der SPÖ NÖ ein Umdenken in der Förderpolitik ein - in Zukunft müssen wesentlich höherer Budgetmittel für den Bereich Wissenschaft berücksichtigt werden. "Es genügt nicht, wie der Landeshauptmann ständig von einer Top-Ten-Region zu reden, hingegen völlig konträr zu handeln", so Abg. Sacher abschließend.
(Schluß) fa

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/200/2794Landtagsklub der SPÖ NÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/SPI