AK: ÖVP-Modell "Abfertigung Neu" nicht sozialpartnerschaftlich ausverhandelt

In der vorliegenden Form für AK und ÖGB nicht akzeptabel

Wien (OTS) – Die Behauptung von ÖVP-Abgeordneter und ÖAAB-Vors. Stv. Ridi Steibl, das ÖVP-Modell "Abfertigung Neu" wäre sozialpartnerschaftlich ausverhandelt, entspricht nicht den Tatsachen, betont die AK. Weder mit der AK noch mit dem ÖGB ist über das Modell verhandelt worden. Eine Zustimmung dazu hätte es zum vorliegenden Vorschlag auch mit Sicherheit nicht gegeben.****

AK und ÖGB sind für eine Reform des Abfertigungssystems. Aber eine solche Reform muß Verbesserungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bringen.
Insbesondere wird gefordert:

- Abfertigungsanwartschaften müssen ab dem ersten Tag des Arbeitsverhältnisses entstehen. Denn auch jene ArbeitnehmerInnen, die in kurzen und kürzesten Arbeitsverhältnissen (zB Saisonarbeitnehmer im Tourismus) beschäftigt sind, haben ein Recht auf Abfertigung.

- Die Abfertigung ist Entgelt und darf vom System her nicht mit betrieblichen oder überbetrieblichen Pensionsansprüchen vermengt werden.

- Die Abfertigungsreform darf nicht zu Verschlechterungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in anderen Gebieten führen. Insbesondere die Verknüpfung mit einer Aliquotierung des Urlaubsanspruches, wodurch der volle Jahresurlaub erst mit Ende erworben werden kann, ist auszuschließen.

Eine entsprechende Resolution der Bundesarbeitskammer wurde
bereits im November des Vorjahres einstimmig – von FSG, ÖAAB und FA – beschlossen.

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