Karl Habsburg

130 Subventionsmillionen für World Vision seit 1996 Vorausmeldung zu NEWS Nr. 9/99 vom 4.3.1999

Wien (OTS) - Seit Karl Habsburgs Wahl zum EU-Parlamentarier und dessen zeitgleicher Bestellung zum Vorstand von World Vision Österreich (WVÖ) haben sich die öffentlichen Förderungen für WVÖ aus EU- und Regierungsgeldern sprunghaft erhöht. Das geht aus einem WVÖ-internen Papier hervor, das in der morgen, Donnerstag, erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS veröffentlicht wird.

Das Papier datiert mit 24.9.1998 listet 16 öffentlich geförderte Projekte genau auf. Es handelt sich dabei großteils um Renovierungen und Instandsetzungsprojekte in Ex-Jugoslawien, Rumänien, aber auch in Afrika. Seit Oktober 1996 wurden World Vision Österreich dafür hauptsächlich von der EU, aber auch vom österreichischen Bundeskanzleramt, insgesamt 130 Millionen Schilling zugesagt.

Karl Habsburg wurde am 13. Oktober 1996 in das Europaparlament gewählt und am 22. Oktober zum Vorstand von World Vision Österreich bestellt. Vor diesem Zeitpunkt hatte WVÖ keine Förderungen von der EU erhalten. Konkret: 1997 hatte WVÖ noch ein Gesamtbudget von 38,2 Millionen, im Jahr 1998 waren es bereits 88,75 Millionen. Davon stammten 51 Millionen aus öffentlichen Geldern. In den Jahren davor scheinen hingegen keine Subventionen im Budget auf.

Am Donnerstag nächster Woche soll Karl Habsburg vor dem Rechnungshof-Ausschuß des österreichischen Parlaments aussagen. Der Grüne Abgeordnete Karl Öllinger weist gegenüber NEWS auf die zeitliche Parallele zwischen Habsburgs Abgeordneten- und World Vision Funktion und dem öffentlichen Geldfluß für die Spendenorganistaion hin: "Es mag Zufall sein. Aber erklären wird uns das Habsburg schon müssen."

In seiner Einvernahme von der Wirtschaftspolizei hatte Habsburg jegliche Intervention bei der EU zugunsten von WVÖ bestritten.

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