Nationalparkverordnung Thayatal soll 2000 in Kraft treten

Intensive Verhandlungen mit den Grundeigentümern

St.Pölten (NLK) - Die Nationalparkverordnung Thayatal wird mit 1. Jänner 2000 in Kraft treten. Davon sind die beiden Landesräte Franz Blochberger und Dr. Hannes Bauer sowie der Direktor des künftigen Nationalparks, Dipl.Ing. Robert Brunner, überzeugt. Was dem derzeit noch im Wege steht, sind die nicht abgeschlossenen Verhandlungen mit den Grundeigentümern, die sich schwieriger gestalten als erwartet. Konkret geht es bei der 1. Stufe des Nationalparks auf niederösterreichischer Seite um eine Fläche von 1.330 Hektar. 57 Hektar dieser Fläche befinden sich im Besitz der Stadtgemeinde Hardegg. Sie werden bereits nationalparkkonform bewirtschaftet. Die restlichen Flächen gehören über 60 Privateigentümern, wobei sich 80 bis 90 Prozent im Besitz von etwa fünf Großgrundbesitzern befinden. Ziel ist es nun, den Privateigentümern eine einmalige Entschädigung für die Einschränkung der Nutzungsrechte zu zahlen. Auch eine jährliche Entschädigungszahlung könne man sich vorstellen. Beide Regierungsmitglieder sind überzeugt, daß man sich mit den Grundeigentümern arrangieren wird, vor allem, weil die ganze Region hinter diesem Projekt steht. "Für keinen einzigen Eigentümer wird ein Schaden entstehen." Zudem habe man in der Region erkannt, daß der Nationalpark Thayatal nicht nur den Schutz dieser europaweit einzigartigen Flußlandschaft bedeutet, sondern auch touristische und wirtschaftliche Impulse in der Region auslösen wird.

Für diese Aufgabe wird vor allem der im Vorjahr bestellte Nationalparkdirektor Robert Brunner zuständig sein. Sein Ziel ist es, wie er heute in einem Pressegespräch betonte, für die notwendige Nationalparkinfrastruktur zu sorgen, den Nationalpark im Bewußtsein der Öffentlichkeit zu verankern und über die regionalen Grenzen hinaus bekannt zu machen. Gleichzeitig soll die gute und enge Kooperation mit dem tschechischen Partner aufrecht erhalten werden. Brunner: "Die Akzeptanz ingesamt ist sehr hoch. Gleichzeitig gibt es aber auch eine sehr hohe Erwartungshaltung, vor allem was die touristischen und wirtschaftlichen Auswirkungen für die Region betrifft."

Auf tschechischer Seite besteht bereits seit 1991 auf einer Fläche von 6.300 Hektar ein Nationalpark. Auf niederösterreichischer Seite wurde am 26. Oktober 1997 mit dem Vertrag, den Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und die Minister Dr. Martin Bartenstein und Rudolf Edlinger unterschrieben haben, der Nationalpark fixiert. Zunächst ist eine Fläche von 1.330 Hektar betroffen, in weiterer Folge soll die Fläche auf 1.700 Hektar ausgeweitet werden.

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