ÖVP-Strobl präsentiert die Sportoffensive für Wien

Wien (ÖVP-Klub) Einer Freizeitstudie des Ludwig Boltzmann
Instituts aus dem Jahr 1998 zufolge, geben 74% der 14-17-
Jährigen und 56% der 18-29-Jährigen an, aktiv Sport zu treiben. Das entspricht 41% der Gesamtbevölkerung.

Davon betreiben Leistungssport: 6% der 14-17-Jährigen, 3% der 18-29-Jährigen
regelmäßig Sport: 33% der 14-17-Jährigen, 29 % der 18-29-Jährigen
Gelegenheitssport: 23% der 14-17-Jährigen, 30% der 18-29-
Jährigen

Obwohl nach einer Studie von 1995 aus allen Alterskategorien (14
bis 65 und älter) zusammen ca. 57% der Gesamtbevölkerung
zumindest gelegentlich Sport treiben, ist die Tendenz gegenüber
den Jahren 87-94, trotz gestiegenem Körperbewußtsein, um ca. 2% fallend.

Einer Vergleichsstudie des Ludwig Boltzmann Instituts aus dem
Jahr 1995 zufolge, betreiben in Österreich insgesamt 36% der Gesamtbevölkerung (2,2 Mio.) aktiv Sport.

Davon sind 1,3 Mio. (das sind 60% der Sportler oder 22% der Gesamtbevölkerung) in Sportvereinen organisiert.

Bei den regelmäßig Sporttreibenden liegen Schwimmen, Schifahren und Wandern, gefolgt von Tennis und Fußball an der Spitze.

Bei gelegentlicher Sportausübung rangieren Schwimmen, Wandern
und Schifahren gefolgt von Langlaufen, Eislaufen und Fußball in
der Beliebtheitsskala.

Die Schule als Ort der Anleitung zum Sport schneidet schlecht ab:

Gelegenheits-sportler Aktivsportler Leistungssport
Die Schule motiviert nicht ausreichendzum Sporttreiben 61

63 72
In der Schule lernt man zu wenig Sportarten kennen 68 68

74
Fachliche Anleitung d. Freizeitsportler ist nicht immer
ausreichend 65 66 63
Aus: Spektrum Freizeit, Schneider Verlag, 1-2/97, S.89

* Sportstättenplan:
Wien braucht einen neuen Sportstättenplan mit verbindlichem Charakter. Zuletzt wurde ein solcher 1976 erstellt. Auf
Grundlage eines neuen Konzeptes sollen die infrastrukturellen Bedürfnisse des Sports auch in die Stadtentwicklung einfließen.
In die Konzeption müssen die vielfältigen
zielgruppenspezifischen Wünsche wie auch die Ressourcen der
Stadt wie naturbelassene Freiflächen, Baulücken, Schul- und Bäderareale usw. einfließen.

In enger Zusammenarbeit mit dem STEP (Stadtentwicklungsplan),
der MA 56, der Schulabteilung des Stadtschulrates sowie unter Einbindung der Wiener Dachverbände und des Wiener
Fußballverbandes ist ein Sportstättenentwicklungsplan zu
erstellen - dabei ist auf internationale Normen, Bedürfnisse, Auslastung und Nachnutzung Rücksicht zu nehmen.

Turnsäle und Sportanlagen der Schulen müssen - auch und gerade
in schulfreien Zeiten (Wochenende, Ferien) - besser für den Vereins- und Breitensport nutzbar sein. Insbesondere
Sportanlagen mit eigenem Zugang könnten in die
Eigenverantwortung von Vereinen übertragen werden.

* Konzept zur Kooperation von Sport und Schule
Im Sinne einer deutlichen Deregulierung und Entlastung der
Schule wäre der Ausbau der Kooperation zwischen Schule und den Sportvereinen erstrebenswert.

* Landessportschule für Wien
Sie soll Drehscheibe und Koordinationsstelle für die Sportentwicklung im Wiener Bereich werden. Dazu bedarf es eines konzeptiven, politisch akkordierten Entwicklungsplanes unter Einbindung des Landessportrates.
Sportförderung neu
Im Sinne des öffentlichen Auftrages zur Gesundheitsvorsorge, müssen die anerkannten Dachverbände mit gesicherten finanzieller Unterstützung durch Fördermittel autonom arbeiten können. Anerkannte Sportverbände sollen ausreichend kontrolliert, nicht aber in die Rolle von Bittstellern gedrängt werden.

Sportvereine sollen daher nach einem neu zu erstellenden
Schlüssel Sportförderungsmittel erhalten. Die Zuteilung der
Mittel ausschließlich nach der Mitgliederzahl ist unzureichend
und kein objektives Kriterium. Neben einer Sockelförderung, soll
es auch eine Projektförderung geben. Die Mittelverteilung soll über den Landessportrat erfolgen. Damit soll sichergestellt
werden, daß Sportvereine langfristig planen können.

  • Kriterienkatalog für objektive Förderung
  • Sockelförderung (Erhalt, Betrieb und Modernisierung der Anlagen)
  • Projektförderung über Landessportorganisationen - Vergabe der Mittel
  • Erfolge im Spitzensport und Statistik der letzten 3 Jahre
  • Zusätzlicher Budgetansatz für freie Sportvereine
  • Mehr Autonomie und Stärkung der Dachverbände

Die Dachverbände müssen Drehscheibe für alle Aktivitäten und die interne Vergabe der Mittel sein. Aufwertung des Landessportrates durch stärkere Autonomie

* Verbesserung der Infrastruktur für den Breitensport
Entlang von typischen Jogger-, Inlineskaterstrecken oder Langlaufloipen muß es zu einer Infrastrukturverbesserung kommen (Umkleideräume, Duschkabinen etc.) Der laufende Betrieb sollte durch die Dachverbände (neue Kooperationsformen) im Sinne von Betreuungs- und Serviceangeboten erfolgen.

* Zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten für den Breitensport
Zur besseren Förderung des Breitensports sollte die Stadt Wien
in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und Wiener Sportvereinen
einen Wiener-Sport-Scheck auflegen. Mit dem Kauf des Schecks
erhält man (ermäßigte) Gutscheine z.B. für Fitness- oder Aerobic-Stunden, Probetrainings oder Eintrittskarten für Veranstaltungen.

Familien-Sport muß durch günstige Familientarife, leichtere Erreichbarkeit der Sportstätten und entsprechende Umkleide- und Sanitäreinrichtungen gefördert werden.

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