Weninger: A2-Sanierung ist nur halbe Sache

"Süd" sollte Stadtautobahn werden

St. Pölten, (SPI) - "Die im Juni beginnende Generalsanierung der Südautobahn zwischen Vösendorf und Guntramsdorf ist ungenügend vorbereitet und geht an den Bedürfnissen des Bezirks Mödling vorbei", kritisiert der Mödlinger SPÖ Landtagsabgeordnete Hannes Weninger die Pläne zur Generalsanierung und fordert eine sinnvolle Gesamtkonzeption vor Baubeginn. Die Generalsanierung und der vierspurige Ausbau sind dringend notwendig. Die derzeit vorliegenden Pläne sind jedoch nur eine halbherzige Angelegenheit. Eine fünfjährige Bautätigkeit auf einem der meistbefahrendsten Autobahnteilstücke Österreichs mit 120.000 Fahrzeugen pro Tag sollte am Ende zumindest ein sinnvolles Ergebnis bringen.****

Die Forderungen im konkreten:
- Die A2 soll zwischen Wien und dem Knoten Guntramsdorf als Stadtautobahn konzipiert werden. In den derzeitigen Plänen sind weder geeignete Beleuchtungen, noch entsprechende Vorkehrungen für elektronische Verkehrsleitsysteme vorgesehen.

- Die Neuplanung ist auf Tempo 130 km/h ausgelegt. Wer die Verkehrssituation und die Prognosen für die Zukunft kennt, ist froh wenn man überhaupt Tempo 80 km/h fahren kann. Wir brauchen keine Rennstrecke, sondern eine Straße die das Verkehrsaufkommen bewältigen kann. Flexible, der aktuellen Verkehrssituation anpassbare und elektronisch steuerbare Fahrspuren wären dafür eine sinnvolle Lösung", so Weninger.

- Geeignete Lärmschutzmaßnahmen, bis hin zur teilweisen Einhausung, müßten Bestandteil einer Planung sein. Es kann doch nicht war sein, daß heute eine Autobahngestaltung in dicht verbautem Gebiet ohne jegliche Lärmschutzmaßnahme geplant wird. "Bei einem 600 Millionen -Projekt müssen die besten und technisch neuesten Lärmschutzeinrichtungen mitberücksichtigt werden", fordert Weninger.

- Bauzeit minimieren und Schleichwege unterbinden. Während der Bauarbeiten ist ein möglichst reibungsloser Verkehrsfluß in der Region zu gewährleisten, der ein Ausweichen auf die Bundes-, Landes-und Gemeindestraßen vermeidet. Das Straßennetz im Bezirk Mödling ist derzeit bereits so überlastet, daß es eine "Baustellenflucht von der Südautobahn" nicht aufnehmen kann. Daher ist es notwendig, die Bauzeit auf ein absolut notwendiges Mindestmaß zu reduzieren.

Während der Bauarbeiten müssen die öffentlichen Verkehrsmittel als geeignete Alternative offensiv beworben und den Pendlern schmackhaft gemacht werden. Vorerst provisorische Park & Ride-Anlagen mit Zubringerdiensten zur Schnellbahn und zur Badener Bahn könnten die Situation auf der A2-Baustelle mildern.

Weninger bezeichnet diese Begleitmaßnahme als Mindestanforderung und fordert Landesverkehrsreferent Pröll und Wirtschaftsminister Farnleitner auf, zukünftige Bauprojekte rechtzeitig mit der betroffenen Region zu besprechen, damit ähnliche Mängel in der Vorbereitung in Hinkunft vermieden werden können.
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