Künstliche Intelligenz und Commonwealthforschung: Visionen für das neue Jahrtausend

Wien (OTS) - Der Besuch von Wissenschaftsminister Gottfried Einem
an der Universität Klagenfurt ließ Visionen und durchaus begründete Expansionsbestrebungen der Klagenfurter Wissenschaftler auf realpolitsche Argumente profaner Art stoßen: Guten Willen hatte Einem mitgebracht, Geld konnte er keines verteilen.

Auf Einladung der Vorsitzenden des Universitätsbeirates, Vizebürgermeisterin Mag. Monika Kohl-Kircher, stand Bundesminister Einem am Montag, 1. März 1999, Senatsmitgliedern der Universität Klagenfurt für eine Fragestunde zur Verfügung. Die knappe Zeit schob konstruktiven Diskussionen einen Riegel vor. Daher nutzten die Dekane die Gelegenheit, Zukunftsvisionen für die Universität Klagenfurt auf dem Weg über Einems Ohr dem Ministerium und der Bundesregierung schmackhaft zu machen:

Die Fakultät für Kulturwissenschaften, so Dekan Professor MMag. Dr. Friedbert Aspetsberger, wünscht sich, durchaus pointiert, drei neue Arbeitsbereiche und daher Professor/inn/enstellen für Kulturtheorie bzw. Informationskultur, Commonwealthstudien bzw. postkoloniale Kulturwissenschaften sowie Frauen- und Geschlechterforschung. Argumente dafür sind einerseits organisationsimmanent (nicht umsonst lautet der Name für das Konglomerat geisteswissenschaftlicher Fachbereiche in Klagenfurt "Fakultät für Kulturwissenchaften"), zwingende Gründe liegen andererseits in der Beschaffenheit gegenwärtiger Wirklichkeit, deren Mehrsprachigkeit längst längst traditionelle Sprachgrenzen hinter sich ließ. "Zurück zur Substanz" könnte man das Bestreben zusammenfassen, und endlich ein Schritt hin zu jener interdisziplinären, kulturwissenschaftlichen Studienrichtung, deren Konzept seit zwei Jahren erdacht wird.

Auch an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Informatik, wo man sich mit dem Ausbau der Institute für Wirtschaftswissenschaften und Informatik zufrieden zeigt, ist immer noch Platz für Wünsche: Soll sich die gesamte Fakultät mit einigem Recht als Angewandte positionieren, dann müsse man auch die Geographie mit Professuren für Geoinformatik und Angewandte Geographie ausbauen. Schon im Hinblick auf den Villacher Schwerpunkt der Geomatik sei das sinnvoll, führte Dekan Professor Dr. Heinrich C. Mayr aus.

Verständlich, daß des Ministers Frage nach solcherart unverblümt vorgetragenen Wünschen auf eine österreichweite Gesamtsicht zielt:
Wie bitte solle man dieses, im einzelnen zurecht expansive Konzept für alle österreichischen Universitäten realisieren? Bei eingefrorenen finanziellen Mitteln? Die Universitäten außerhalb der Hauptzentren, so Einem, müßten ihren Lagevorteil nützen. Die Frage nach den politischen Rahmenbedingungen wurde vertagt.

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