Bananenstreit EU/USA trifft auch Österreichs Exporteure

WKÖ-Entmayer: Österreichische Exporte in Höhe von 63 Mio Schilling sind von US-Strafzöllen betroffen

Wien (PWK) - "Die aus dem Bananenstreit zwischen EU und USA resultierenden, angedrohten US-Strafzölle in der Höhe von 100 Prozent betreffen österreichische Exporte im Wert von mehr als 63 Millionen Schilling", berichtet Wolfgang Entmayr von der Abteilung für Integrations- und Handelspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich. "Diese Retorsionsmaßnahmen kommen einem Importverbot für österreichische Erzeugnisse wie Waffeln, Kaschmir-Pullover, bestimmte Leuchten, Faltschachteln etc. gleich". Die Wirtschaftskammer Österreich hat sich bereits in den vergangenen Monaten vehement dagegen ausgesprochen, daß die Vereinigten Staaten Strafzölle für industriell-gewerbliche Waren verhängen, die mit Bananen nichts zu tun haben "und wir werden uns weiter dagegenstemmen", so Entmayr. ****

Mit den Strafzöllen wollen die Vereinigten Staaten die EU zwingen, ihr Bananenmarktregime zu adaptieren. Dieses begünstigen insbesondere die Bananenproduzenten in den ehemaligen Kolonien diverser EU-Staaten, den sogenannten AKP-Staaten. Die US-Bananenmultis, die in Lateinamerika produzieren, fürchten daher um den Marktzugang ihrer Produkte in die EU.

Seit dem EU-Beitritt Österreichs stellte sich die Wirtschaftskammer Österreich massiv gegen das EU-Einfuhrregime, welches für die heimischen Handelsbetriebe mit hohen Kosten und für den Konsumenten mit steigenden Preisen verbunden ist.

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