Brauner: Wien hat hohen Wohlfühlfaktor für die Frauen (2)

Medien als Partner bei der Enttabuisierung von Gewalt an Frauen

Wien, (OTS) Im Rahmen des Pressegesprächs des Bürgermeisters legte Frauenstadträtin Mag. Renate Brauner am Dienstag weiter eine Bilanz der Kampagne "Sicher fühle ich mich wohl in Wien" vor. Die Untersuchung "Wiener Frauenbarometer - Sicherheit" habe gezeigt, daß die Wienerinnen die Unterstützungsstellen zum Thema Sicherheit und Gewalt gut kennen: die Frauenhäuser sind 91 Prozent, die Kinder- und Jugendanwaltschaft 74 Prozent und der seit erst drei Jahren bestehende 24-Stunden-Frauennotruf der Stadt Wien 60
Prozent der Befragten bekannt.

Die Kampagne "Sicher fühle ich mich wohl in Wien", die im Befragungszeitraum anlief, wurde vor allem von jüngeren Frauen und Singles wahrgenommen. Insgesamt hatte mehr als die Hälfte der Befragten in letzter Zeit mehr Informationen zum Thema Sicherheit bemerkt. "Dies zeigt deutlich, wie wichtig es ist, den Frauen die Informationen über das in Wien vorhandene Beratungs- und Betreuungsangebot zugänglich zu machen," meinte die Wiener Frauenstadträtin. Wobei festzuhalten sei, daß die Wienerinnen zu 81 Prozent denken, bei Bedarf leicht an die notwendigen Informationen heranzukommen. In erster Linie wenden sie sich dabei an ihren Partner, Freundinnen/Bekannte und an die Medien.

Gute Bilanz der Kampagne "Sicher fühle ich mich wohl in Wien"

"Insgesamt können wir damit auch auf eine gute Bilanz der Kampagne ´Sicher fühle ich mich wohl in Wien´ verweisen," sagte Brauner. Die Anrufe beim "Frauentelefon" seien aufgrund der Inserate, Kleinplakate und anderer Hinweise angestiegen, wobei vor allem die Broschüre "Sicher ist sicher." bestellt wurde. Von der ursprünglichen Auflage von 20.000 Stück wurden bisher - über verschiedene Verteiler - 16.000 Exemplare "an die Frau, und
manchmal auch an den Mann gebracht", wie die Frauenstadträtin betonte. Auch anderes frauenspezifisches Informationsmaterial
wurde beim Frauentelefon angefordert, wobei die Themenpalette
breit gestreut war, von Gewalt, Gesundheit, Schwangerschaft über finanzielle Fragen und Karenzgeld bis hin zu rechtlichen und sozialen Problemen. In den letzten Wochen konnte darüberhinaus
eine Zunahme der Anfragen zum Thema Scheidung festgestellt werden. "Zahlreiche AnruferInnen konnten außerdem für ihre spezifische Anfrage an die jeweils geeignete Beratungseinrichtung verwiesen werden," informierte die Frauenstadträtin. Die Summe der Anrufe beim Frauentelefon habe sich in den zwei Monaten des Intensivzeitraums der Kampagne (Dezember 1998 - Jänner 1999) im Vergleich zu früheren Jahren mehr als verdoppelt.

Die Broschüre "Sicher ist sicher." sei sehr gut und sehr
breit angenommen worden, sie sei insbesondere auch allen BezirksvorsteherInnen Wiens zugesandt worden. Die Kleinplakate wurden in allen Polizeiwachzimmern angebracht.

Darüber hinaus konnten sowohl das Frauenbüro (MA 57) und das Büro der Stadträtin selbst eine Zunahme an Medienanfragen zum Thema "Sicherheit für Frauen" feststellen. "Da ein Ziel der Kampagne auch war, mit den Medien als Partnern zur Enttabuisierung des Themas beizutragen, werte ich dies als Erfolg," stellte
Brauner abschließend fest. (Schluß) mk

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