BMAGS: Beschäftigung im Februar auf Rekordniveau-

Arbeitslosigkeit mit 4,4 Prozent nicht einmal halb so hoch wie EU-Durchschnitt von 9,8 Prozent

Wien, 2. März 1999 (BMAGS).- Die Zahl der Arbeitsuchenden war
mit 297.549 zwar um insgesamt 1.374 Personen (0,5 Prozent) höher als im Februar des Vorjahres. Doch dieser vor allem witterungsbedingte Anstieg der Arbeitslosigkeit am Bau und in der Land- und Forstwirtschaft muss innerhalb anderer Parameter durchaus relativiert werden:

* Österreichs Arbeitslosenquote (saisonbereinigt, nach EU-Kriterien) liegt mit 4,4 Prozent bei weniger als der Hälfte der durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 9,8 Prozent in der EU. Innerhalb der gesamten EU haben nur Luxemburg (2,0 Prozent) und die Niederlande (3,6 Prozent) eine niedrigere Quote als Österreich. Die Jugendarbeitslosigkeit der unter 25-jährigen lag im Dezember 98 bei 19,3 Prozent, in Österreich dagegen bei 6,3 Prozent, was nach Luxemburg (5,1 Prozent) den zweitbesten europäischen Wert darstellt.

* Die Beschäftigung hat mit 3,022.080 Personen einen Februar-Rekordwert erreicht und liegt um 16.895 Personen über dem Vorjahreswert.

* Dadurch ist die nationale Register-Arbeitslosenquote mit gerundeten 9,0 Prozent (exakt 8,96 Prozent) - unverändert geblieben.

* Die Frauenarbeitslosigkeit ist nach den ständigen Zuwächsen in den letzten Jahren um 1.198 Personen auf insgesamt 107.106 zurückgegangen.( Männer: 190.443, +2.572).

* 110.863 arbeitslos gemeldete Personen hatten eine Einstellungszusage. D.h. rund 37 Prozent der 297.549 Arbeitslosen hatten eine verlässliche Zusicherung zum (Wieder-) Eintritt in ein Beschäftigungsverhältnis.

* Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit ohne die Bereiche Bau und Land- und Forstwirtschaft zeigt bereits seit Oktober 98 einen konstanten Rückgang, der in den letzten drei Monaten immer größer wurde. (siehe Grafik)

* Insgesamt stehen für Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik heuer rund 11,1 Milliarden Schilling zu Verfügung, der höchste Betrag in der Geschichte der 2. Republik. 110.863 arbeitslos gemeldete Personen hatten eine Einstellungszusage. D.h. rund 37 Prozent der 297.549 Arbeitslosen hatten eine verlässliche Zusicherung zum (Wieder-) Eintritt in ein Beschäftigungsverhältnis.

Regionale Verteilung

In der Region OST, auf die Ende Februar knapp 50 Prozent der Arbeitslosigkeit (144.927) entfielen, stieg die Arbeitslosigkeit um +1.284 oder +0,9 Prozent an, was ausschließlich von der Entwicklung in Wien (+1.156 bzw. +1,5 Prozent) geprägt wurde. Im SÜDEN, der etwa ein Viertel des Bestandes trug (76.280), gab es eine kleine Ausweitung um +301 oder +0,4 Prozent. Das verbleibende Viertel (76.342) entfiel Ende Februar 1999 auf die Bundesländer der Region WEST.

Altersgruppen

Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern ging die Arbeitslosigkeit im Februar bei den unter 30jährigen zurück (Männer: -2.480 und Frauen: -2.663). Im Haupterwerbsalter, also zwischen 31 und 50 Jahren, befanden sich 52 Prozent der Arbeitslosen. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe betrug +1.630 oder +1,1 Prozent und wurde zu 90
Prozent von den Männern getragen.

Bei den 60.367 über 50jährigen Personen kam es zur größten Ausweitung (+4.887 bzw. +8,8 Prozent), die etwas mehr Männer (+3.589 bzw. +9,7 Prozent) als Frauen (+1.298 bzw. +7,0 Prozent) betraf.

Produktion und Dienstleistung

Die Arbeitslosen in den Produktionsberufen, die etwa 29
Prozent aller Arbeitslosen Ende Februar 1999 ausmachten, haben sich seit dem Vorjahr um 1.241 (1,4 Prozent) auf 85.811 verringert. Vor allem Männer in Metall/Elektro-Berufen (-901 bzw. -3,3 Prozent) und Frauen in Bekleidungsberufen (-344 bzw. -9,8 Prozent) waren daran beteiligt.

Die Situation hat sich in den Dienstleistungsberufen, auf die
ca. 39 Prozent der Arbeitslosen Ende Februar 1999 entfielen, ebenfalls verbessert (-489 bzw. -0,4 Prozent). Rückgänge wurden bei den Männern etwa in technischen Berufen und Gesundheitsberufen registriert. Bei den Frauen war dies bei Friseurinnen und Lehr- und Kulturberufen der Fall.

Ausbildung

Fasst man die Ausbildungskategorien ¯Pflichtschule® und
¯Lehre® zusammen, so entfielen darauf fast 84 Prozent der Ende Februar 1999 erfassten Arbeitslosigkeit. Ende Februar 1999 waren 122.315 (41 Prozent) Arbeitslose mit ¯Pflichtschulabschluss® und 127.404 (43 Prozent) mit ¯Lehrabschluss® erfasst. 5 Prozent hatten eine mittlere und 6 Prozent eine höhere Ausbildung. Etwa 2 Prozent verfügten über einen Abschluss an einer Akademie oder Universität. 3 Prozent (9.466) hatten keinen Schulabschluss.

Lehrstellen

Am Lehrstellenmarkt standen Ende Februar 1999 2.690 sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden (1.255 Burschen und 1.435 Mädchen) 2.104 sofort besetzbare offene Lehrstellen gegenüber.

Die zum Text gehörigen Grafiken sind in der APA/OGS-Datenbank "Grafik" mit dem Agenturkürzel "OGS" abrufbar!

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

(schluss)

BMAGS, Walter Fabian, Tel: 71100-6114

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSO/BMAGS