Mit dem IFA-Verein ins Ausland - are you ready?

Auslandsaufenthalte und Begabtenförderung für Lehrlinge und Facharbeiter bewahren Chancengleichheit

Wien (Pwk) - Der Verein IFA (Verein für Internationalen Fachkräfteaustausch ist eine Initiative der Wirtschaftskammerorganisation und der Industriellenvereinigung, die gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium 1995 ins Leben gerufen wurde. Ziel des Vereines ist es, interessierten Firmen und jungen Menschen finanziell geförderte Auslandspraktika für Lehrlinge im Rahmen des LEONARDO-Programmes anzubieten. Die Zeitdauer beträgt drei Wochen, wobei neben der beruflichen Horizonterweiterung auch die Fremdsprachenkompetenz gesteigert werden soll. ****

Ebenso wie Lehrlingen steht diese Möglichkeit eines geförderten Auslandsaufenthaltes auch Facharbeitern im Ausmaß von drei bis zehn Monaten offen. Neben der Verbesserung der Fremdsprachenkenntnis sollen Arbeitsweisen und Techniken des jeweiligen Landes kennengelernt werden. Die dritte Zielgruppe des IFA-Vereines sind betriebliche Ausbilder, die eine zwei- bis dreiwöchige geförderte Praxis im Ausland machen können. Den Schwerpunkt dabei bilden die Kenntnisse über andere Formen der Lehrlingsausbildung mit dem Ziel, positive Erfahrungen in Österreich einzubringen. Unternehmen, die einen Mitarbeiter, sei es ein Lehrling, Facharbeiter oder Ausbilder zu einem kooperierenden Unternehmen innerhalb der EU senden, kommen ebenso in den Genuß einer Förderung.

1998 waren über 114 österreichische Jugendliche im Ausland, nämlich in Schottland, Dänemark, Frankreich und Deutschland. Die Reaktionen der Teilnehmer sind durchwegs positiv. Sie tanken Selbstbewußtsein, weil sie oft besser als ihre Kollegen arbeiten. Die Unternehmen, die Jugendliche entsenden, profitieren ebenso von den grenzüberschreitenden Erfahrungen ihrer Mitarbeiter, die im Idealfall zu interessanten Kooperationsmöglichkeiten führen können.

Die Begabtenförderung, eine Aktion des Wirtschaftsministeriums und der Wirtschaftkammern läuft heuer zum vierten Mal. Begabten Lehrlingen und Lehrabsolventen bis zum Alter von 30 Jahren können für fachliche Höherqualifizierungen sowie für Sprachkurse im Ausland Unterstützungen bis zu 20.000 Schilling als 50-prozentigen Zuschuß für diese Weiterbildungsbestrebungen gewährt werden. Mit der Begabtenförderung ist für die große Gruppe der Lehrlinge und Lehrabsolventen eine gewisse Chancengleichheit mit Studenten und Schülern höherer Schulen, für die es schon lange Stipendien gibt, hergestellt worden. Voraussetzung für die Förderung sind jeweils ausgezeichnete Lehrabschlußprüfungen, besonders gute Berufsschulzeugnisse oder eine erfolgreiche Teilnahme an Lehrlings-oder Berufswettbewerben.

Mit der Gründung des IFA-Vereines für den Internationalen Fachkräfteaustausch wurde den Betrieben, Lehrlingen und Lehrabsolventen auch eine geeignete Infrastruktur zur Abwicklung der Auslandsaufenthalte zur Verfügung gestellt.

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