Arbeitslosigkeit: Haider verdreht die Tatsachen

FSG: In witterungsunabhängigen Branchen sinkt die Arbeitslosigkeit

Wien (FSG). Die polemischen Aussagen des FP-Bundesparteiobmannes Jörg Haider zu den veröffentlichen Arbeitslosenzahlen für Februar wies die Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG)
im ÖGB zurück. "Die Zahl der Arbeitslosen ist zwar im Februar leicht gestiegen, Haider verschweigt aber bewusst, dass witterungsbedingte Branchen davon betroffen waren", so FSG-Bundessekretär Karl Drochter.++++

Dass Haider unmittelbar vor den Landtagswahlen in Kärnten jedes Mittel recht ist, sich in den Vordergrund zu spielen, soll so
sein. Dass er aber polemisch mit den Arbeitslosenzahlen für
Februar argumentiert, sei typisch die Linie der FPÖ. Zu sagen,
dass die Regierung der Unwahrheit überführt sei, weil "keine Trendwende am Arbeitsmarkt eingetreten ist", weist die FSG entschieden zurück.

Offensichtlich hat sich der FP-Bundesparteiobmann zu wenig mit der Statistik beschäftigt, sonst hätte ihm auffallen müssen, dass die Arbeitslosenzahlen in jenen Branchen gestiegen sind, die wetterabhängig sind. Niemand redet sich auf das Wetter aus, aber auch Haider müsste klar sein, dass bei den Wetterkapriolen der vergangenen Wochen - Schneefälle, die es in den vergangenen 50 Jahren nicht gegeben hat - vor allem die Forst- und Landwirtschaft sowie das Baugewerbe betroffen waren. Und in diesen Bereichen
waren auch schlechtwetterbedingte Zunahmen zu verzeichnen.

Wohlweislich verschweigt der freiheitliche Spitzenkandidat Kärntens, dass, klammert man die vom Schlechtwetter betroffenen Branchen aus, der Arbeitsmarkt durchaus ein positives Bild zeigt.
So ist nicht nur die Beschäftigung gegenüber Februar 1998 um rund 20.000 gestiegen, sondern konnten in anderen Branchen deutliche Rückgänge der Arbeitslosenzahlen erreicht werden. In den Metall-und Elektroberufen ging die Zahl der Arbeitslosen um 984, im Fremdenverkehr um 913, bei den technischen Berufen um 531 und bei Schulabgängern um 560 zurück.

Dass Haider angesichts dieser positiven Tatsachen Sozialministerin Lore Hostasch als "rücktrittsreif" bezeichnet, beweise neuerlich, dass der Chef der Freiheitlichen für höhere politische Funktionen nicht geeignet ist. (ew)

FSG, 2. März 1999

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