Feurer: Neue Bestimmungen für den Schutz des Trinkwassers

Lebensmittelrecht statt Wasserrecht sorgt für mehr Hygiene

St. Pölten, (SPI) - "Eine neue Bundes-Verordnung und parallel dazu eine neue Vorschrift für Amtsärzte und Lebensmittelsinspektoren sorgen nun auch in Niederösterreich für einen verstärkten Schutz einer der wichtigsten natürlichen Ressourcen - unserem reinen Trinkwasser. Die Kontrolle der Qualität des Trinkwasser unterliegt nun nicht mehr wie in der Vergangenheit dem "Wasserrecht", sondern dem wesentlich strengeren Lebensmittelrecht", freut sich der Umweltsprecher der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Werner Feurer, über den erzielten Fortschritt.****

Das Lebensmittelrecht legt also jetzt die ausreichende hygienische Qualität der Trinkwasserkontrolle für die Konsumenten fest, wobei allerdings klar sein muß, daß in
Niederösterreich besondere Schwierigkeiten - vor allem durch die besonders hohe agrarische Nutzung des Bodens - herrschen. Und so sehen die wichtigsten Bestimmungen der neuen Verordnung aus: Das Trinkwasser kann zu Erwerbszwecken oder für die Gemeinschaftsversorgung gewonnen, hergestellt und verkauft werden. Das Wasser muß den festgelegten Normen entsprechen, und bei einer Aufbereitung sind genaue Vorschriften der Stoffe einzuhalten. Wasser in Behältern - etwa Zisternen - für Kraftfahrzeuge oder für den Gebrauch in Schutz- und Almhütten darf Konzentrationen an freiem Chlor bis 1,5 Milligramm pro Liter aufweisen. Für Notfälle in Behältern gelagert, darf Trinkwasser höchstens 0,08 Milligramm pro Liter an Quecksilber enthalten. Die Versorgungsanlage ist in ordnungsgemäßem Zustand zu halten und fachgerecht von Geschulten zu warten.

In Notsituationen kann man für einen begrenzten Zeitraum Überschreitungen zulassen, das Wasser muß aber frei von Krankheitserregern sein und darf keine Stoffe enthalten, die zu einem akuten Schaden der menschlichen Gesundheit führen können. Hält sich jemand nicht an die neue Trinkwasser-Verordnung nach dem Lebensmittelrecht, ist mit Strafen von bis zu 100.000 Schilling zu reagieren. "Der lange andauernde "Rechtsstreit" - ob Wasserrecht oder Lebensmittelrecht für das Trinkwasser zuständig ist - konnte damit zu einem für den Konsumenten positiven Abschluß gebracht werden. Wenn es um die Gesundheit der Bevölkerung - wie bei einwandfreiem Trinkwasser - geht, dann sind die strengsten Vorschriften nach den letzten medizinischen und biologischen Erkenntnissen gerade gut genug", so der SP-Umweltsprecher abschließend.
(Schluß) fa

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