Ein kurzer Auszug aus Artikeln des am Mittwoch, dem 3. März 1999, neu erscheinenden Wirtschaftsmagazins GEWINN.

Wien (OTS) - + Schaschl fühlt sich "von Politik verarscht" und schließt Ziegelfabrik "Mineralrohstoffgesetz und Aktiensteuer vernichten Arbeitsplätze - ich fühle mich als Unternehmer, der den Wohnbau besser und billiger machen möchte, von der Politik verarscht!", geht Wienerberger-General DDr. Erhard Schaschl in einem GEWINN-Interview mit Klima & Co hart ins Gericht. Schaschl kritisiert neben dem Mineralrohstoffgesetz auch die Novellierung des Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetzes und die "wirtschafts- und eigentumsfeindliche Umsetzung der Natura 2000 der EU". Schaschl gegenüber GEWINN: "Alles massive Einschränkungen für den Abbau von mineralischen Rohstoffen, die sehr viele inländische Arbeitsplätze mit hoher Wertschöpfung kosten werden. Mit diesen legistischen Maßnahmen wird jedenfalls die Baustoffindustrie in den Würgegriff genommen!" Als Konsequenz müsse Wienerberger, so Schaschl, "heuer eine ihrer neun österreichischen Ziegelfabriken schließen." Die Begründung sei eine Kategorisierung aller heimischen Fabriken:
"Kategorie eins sind Fabriken ohne Rohstoffe. Sie werden geschlossen werden müssen. Kategorie zwei sind Fabriken mit Rohstoff, aber ohne Erweiterungsmöglichkeit. Dort ist weiteres Investieren sinnlos. Und Kategorie drei sind Fabriken mit genügend Rohstoff, wovon Wienerberger Gott sei Dank viele besitzt. Nur dort sind weitere Investitionen sinnvoll. Die Konsequenzen für die Kategorie eins und zwei sind Arbeitsplatzabbau und Produktionsverlagerung ins Ausland."

+ Autokauf: Kredit oder Leasing?
Im Frühjahr blühen wieder die Autofinanzierungsangebote:
Null-Prozent-Leasing, Kredit-Aktion oder Sondermodelle, Rabatte, Kilometerkosten etc. nahm das Wirtschaftsmagazin GEWINN in der März-Titelgeschichte genauer unter die Lupe. Rabatte bis 17 Prozent:
Auch wenn es die heimischen Autohändler nicht gerne hören: Wer geschickt verhandelt, kann bis zu 17 Prozent Rabatt (beim Daihatsu Curore) herausholen. Immerhin noch zehn Prozent Rabatt gibt es beim Audi A8, dem 7er BMW, Nissan Primera, Opel Corsa, Peugeot 306, dem Renault Laguna, VW Sharan, dem Ford Fiesta und sogar dem neuen Ford Focus (beim Vorgänger Escort sind jetzt sogar bis 14 Prozent möglich). Selbst für beinharte Verhandler keinen Preisnachlaß gibt es derzeit bei den beiden VW-Modellen Beetle und Lupo. Autokosten ab 3,10 Schilling pro Kilometer: In seiner jüngsten Ausgabe verglich GEWINN in Zusammenarbeit mit dem ÖAMTC die gesamten Kosten (inkl. Fixkosten, Wartung, Kraftstoff, Wertverlust etc.) der hundert meistverkauften Autos des Jahres 1998. Mit 3,10 Schilling Kilometerkosten oder 3.933 Schilling pro Monat fährt der Skoda Felicia gemeinsam mit dem Opel Corsa und dem Peugeot 106 am kostengünstigsten (bei 15.000 Kilometern auf vier Jahre). Die "Sparmeister" in der Kompaktklasse sind der Hyundai Accent (4.556 Schilling Kosten pro Monat) und der Opel Astra TD (mit 4.758 Schilling pro Monat). Unter den Kombis dominiert der Opel Astra Caravan sowohl in der Diesel- (5.056 Schilling pro Monat) als auch Benzinvariante (6.155 Schilling monatlich). In der Mittelklasse macht der Skoda Octavia (4,20 Schilling pro Kilometer als Diesel und 4,30 Schilling als Benziner), bei den Kompaktlimousinen der Seat Cordoba 1.9 TD (vier Schilling) und der Toyota Corolla (4,60 Schilling) das Rennen. Der Sparsamste in der Luxusklasse ist der Audi A6 1.9 Advance TDI, der es "nur" auf 6,80 Schilling pro gefahrenen Kilometer bringt. Leasing schlägt Kredit klar: Neben den prinzipiellen Unterschieden zwischen Leasing und Kredit verglich GEWINN in seiner jüngsten Titelgeschichte auch konkrete Angebote. So schickte GEWINN auch "mystery shopper" aus, um Kredit- und Leasingangebote einzuholen. Für einen VW Golf IV Trendline TDI (zum vorher ausgehandelten Preis von 236.778 Schilling) stammt das günstigste Leasingangebot (Laufzeit: 48 Monate) mit Gesamtkosten von 251.418 Schilling (Anzahlung: 74.772,-; Rate: 1.676,-; Restwert: 94.171,-) von der Raiffeisen-Leasing. Auch das full-payout-Leasing der BAWAG-Leasing (253.971 Gesamtkosten; 75.000 Schilling Anzahlung; 3.681 Schilling Leasingrate) und die Angebote der Bank Austria Leasing (254.025 Schilling) und CA-Leasing (256.880 Schilling) waren noch kostengünstiger als das beste Kreditangebot. Dieses stammte mit einer Monatsrate von 3.746 Schilling und Gesamtkosten von 256.910 Schilling von der BAWAG. Der VW Golf ist kein Einzelfall. Die Leasinggesellschaften haben in allen Duellen die Nase vor dem Kredit. Der Grund: die Leasingesellschaften kaufen ihre Modelle mit Rabatten bis zu zwölf Prozent ein und geben diese dann an ihre Kunden weiter. Bestes Beispiel ist der VW Golf:
Die Bank Austria kaufte ihn um 229.300 Schilling!

+ Die billigsten Tankstellen Österreichs Die Mineralölwirtschaft protestiert lautstark. Denn Wirtschaftsforscher Wilfried Puwein rechnet in einer WIFO-Studie eine mögliche Senkung des Nettopreises von Treibstoffen um 66 Groschen vor. Wirtschaftsminister Hannes Farnleitner erwartet bei einer Preisregelung eine Senkung um 40 Groschen. In Wahrheit geht es aber sogar um bis zu 1,78 Schilling billiger! Das Wirtschaftsmagazin GEWINN präsentiert in seiner am 3. März erscheinenden neuen Ausgabe die billigsten Tankstellen Österreichs. Im Vergleich zu den höchsten an heimischen Zapfsäulen erhobenen Preisen (Stand: 23. Feber 1999) bietet die Tankstelle RDH Diskont Hofer im niederösterreichischen Gloggnitz den absoluten Tiefstpreis: 9,15 Schilling pro Liter Benzin (gegenüber 10,85 Schilling), ein Liter Euro kommt auf 9,25 Schilling (statt 11,03 Schilling), Super Plus kostet nur 10,10 statt 11,60 Schilling, und der Österreicher liebster Treibstoff kommt gar nur auf 7,15 Schilling (Höchstpreis: 8,65 Schilling).

+ Unternehmen telefonieren um bis 16.712 Schilling billiger Um sich in dem lauten Geschrei und Wirrwarr der privaten Telefongesellschaften zurecht zu finden bietet GEWINN in seiner jüngsten Ausgabe einen Vergleich der Telefontarife für Unternehmen an. Ein Kleinbetrieb mit zwei ISDN-Leitungen und einer Telekomrechnung von bisher 6.500 Schilling für zwei Monate spart bei der Citykom an reinen Gesprächsgebühren 1.373 Schilling (ohne Installationsgebühren gerechnet). Statt der Telekom-Rechnung in Höhe von 46.500 Schilling wies die private Telefonrechnung für die zwei umsatzstärksten Leitungen eines Mittelbetriebes bei der CyberTron eine Ersparnis von 16.712 Schilling aus. Doch nicht jedes Angebot paßt zu jedem Unternehmen. Vielfach werden von den privaten Anbietern Mindestgesprächsvolumen verlangt. GEWINN-Tip: Um einen wirklich optimalen Vergleich für Ihren Betrieb zu erhalten, fordern Sie von der Telekom einen Einzelgesprächsnachweis (kostet 60 Schilling plus zwölf Groschen pro Zeile). Damit können Sie dann ein vergleichbares Angebot der Privaten einholen.

+ Ungültiger Muster-Mietvertrag Selbst ein Mustervertrag schützt nicht vor Formalfehlern. Das ist die traurige Erkenntnis eines OGH-Urteils, das in der neuesten Ausgabe des Wirtschaftsmagazin GEWINN näher behandelt wird. Der Vermieter verließt sich darauf, daß die Formulierung "außerhalb eines Gründerzeitviertels" als Rechtfertigung für eine höhere Miete ausreicht und verzichtete deshalb auf eine nähere Bestimmung der Lage. Ein "Fehler", der ihn knapp 940 Schilling monatliche Mieteinnahmen kostete, die er bis dahin als Lagezuschlag kassiert hatte. Begründung des OGH: Auch außerhalb eines Gründerzeitviertels (sprich: Wohngebiete entlang des Gürtels) ist eine durchschnittliche oder gar unterschiedliche Lage denkbar. Einen Ausweg zeigt die Schlichtungsstelle auf: mit Argumenten wie "begeherte Wohnlage", "gute Einkaufsmöglichkeiten", "U-Bahn-Nähe" etc. wurde sogar einer Kategorie-C-Wohnung eine Netto-Monatsmiete von 88,49 Schilling pro Quadratmeter (inklusive 40 Schilling Lagezuschlag) zugestanden.

+ GEWINN-Test von elf Handheld-PCs Die kleinen, handlichen Windows CE-Rechner, besser bekannt als Handheld-PCs, nur für die Adreßverwaltung einzusetzen, wäre reine Geldverschwendung. In einem GEWINN-Produkttest von elf derartigen Handheld-PCs wurden die handlichen Notebooks einem Leistungstest unterzogen. Gewichtmäßig am leichtesten und kostengünstigsten, allerdings ohne Internet-Zugang ist der 3Com "state of the art". Wer Internet dank integriertem Modem und Farbdisplay wünscht, dem sei der Compaq 2010c ans Herz, aber wegen seines höheren Gewichts nicht in die Sakkotasche gelegt. Sharps "Bodyguard" punktet wiederum mit einem besonderen feature: er ist erweiterbar um eine kleine, digitale Kamera. Und natürlich ebenfalls unter den Topmodellen zu finden ist Nokias Communicator, die Symbiose aus Handy und Organizer.

+ Ökologischer Hausbau "spart" doppelt Geld Der kostenoptimale Bauplan eines Hauses ist ganz einfach: offen nach Süden, sonst geschlossen. Die ideale Form eines Niedrigenergiehauses wäre -theoretisch - die Halbkugel (geringste Oberfläche, durch die Wärme nach außen entweichen kann). Die zweitbeste und praktischere Variante ist der Würfel. In seiner neuesten Ausgabe gibt das Wirtschaftsmagazin GEWINN kostensparende Tips für den energiesparenden Hausbau. Eine Gaupe kostet zwischen 50.000 und 80.000 Schilling mehr an Heizkosten. Und jeder mit einem Erker "gewonnene" Quadratmeter Raum kommt auf 20.000 Schilling mehr Heizkosten. Allein durch Ausrichtung zur Sonne lassen sich bei einem "Haus von der Stange" die Heizkosten um bis zu 15 Prozent reduzieren. Umweltbewußtsein mach sich aber doppelt bezahlt. Denn jedes Bundesland finanziert derartige energiesparende Maßnahmen über die Wohnbauförderung. Am spendabelsten zeigt sich dabei Tirol: dort können sich Häuslbauer bis zu 110.000 Schilling zurückholen.

+ Faxumfrage: Mehrheit glaubt an Ende der anonymen Sparbücher nach den Wahlen Eine GEWINN-Umfrage unter 180 heimischen Führungskräften ergab ein eindeutiges Bild. Die Mehrheit rechnet mit einem Fall der Anonymität von Sparbücher - alles nur eine Frage der Zeit! Schon jetzt glauben 42 Prozent, daß die Anonymität nicht mehr weiterhin aufrecht bleiben wird. Spätestens nach den kommenden Nationalratswahlen rechnen vier von zehn Befragten mit einem Aus für anonyme Sparbücher. Und nur 18 Prozent glauben, daß die heißgeliebte Anonymität bei Sparbüchern mindestens noch zwei Jahre garantiert bleibt.

+ Kur steuerlich absetzbar
Wie das Wirtschaftsmagazin GEWINN in seiner neuesten Ausgabe berichtet, wurde nach einer weitgehend unbemerkten Verordnung die steuerliche Absetzbarkeit der Kosten für Heilkuren - neben anderen bestehenden Steuerfreibeträgen und ohne Kürzung durch ein eventuelles Pflegegeld - wesentlich vereinfacht.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftsmagazin GEWINN
Chefredaktion, Tel.: 521 24-0

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GWW/OTS