Der VOR festigt seine Position

Neues Projekt "Individualisiertes Marketing" - Mehr Niederflurbusse

Wien, (OTS) Der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) - unter Einbeziehung der Bundesländer Wien sowie großer Teile Niederösterreichs und des Burgenlandes - und damit der größte Verkehrsverbund Österreichs, konnte im abgelaufenen Jahr seine Position festigen. Zur Gesamtsituation der Geschäftsführer des VOR, Dir. Manfred Novy, in einem Pressegespräch am Montag: "Trotz der wirtschaftlich nicht ganz einfachen Randbedingungen, vor allem durch die Arbeitsmarktsituation und das geänderte Mobilitätsverhalten, konnten wir das Ergebnis des vorangegangenen Jahres halten. Im Vergleich zu 1997 hatten wir eine Million mehr Fahrgäste zu verzeichnen. Immerhin befördert der VOR mehr als die Hälfte aller Fahrgäste, die in Österreich den Öffentlichen Verkehr benützen."

Auch 1998 setzte sich der langjährige Trend zur langfristigen und damit auch kostengünstigen Zeitkarte (Jahreskarte) fort: Bei den Jahreskarten gab es eine Steigerung um 4,1 Prozent. Leicht rückläufig war die Zahl der verkauften Wochen- oder Monatskarten. In Wien war eine Tendenz von den allgemeinen Zeitkarten zu den neu eingeführten Semesterkarten für Studenten und zu den Seniorenzeitkarten feststellbar.

Bei der Einnahmenseite war ebenfalls eine leichte Steigerung
zu verzeichnen. Die Beförderungseinnahmen stiegen von (Zahlen gerundet) 5,12 Milliarden Schilling auf 5,19 Milliarden Schilling. Die Zahl der VOR-Benützer stieg von 762,6 Millionen im Jahre 1997 auf 763,6 Millionen im Jahr 1998.

Neues Projekt "Individualisiertes Marketing"

Für die Zukunft seien noch intensivere Maßnahmen notwendig, um zusätzliche Fahrgäste zu gewinnen und die Tendenz zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel zu verstärken, betonte Novy. Deshalb wird der VOR im Jahr 1999 und auch in den Folgejahren das Projekt "Individualisiertes Marketing" in die Praxis umsetzen. In einem ersten Durchgang sollen 10.000 Personen (mit
Telefonanschluß) im Wiener Umland, vor allem in den Bereichen Mödling, Schwechat und Eisenstadt, hinsichtlich ihres Mobilitätsverhaltens angesprochen werden. Das Konzept sieht nach der Kontaktaufnahme drei Stufen vor: Information, Motivation und schließlich Überzeugung. Das System ist sehr selektiv aufgebaut, es kann Haushalte, bei denen bereits eine Nutzung des öffentlichen Verkehrs stattfindet, unterscheiden und auch solche herausfiltern, bei denen eine Nutzung möglich oder sinnvoll erscheint.

Mehr Niederflurbusse

In Hinblick auf die Benützerfreundlichkeit, vor allem für ältere oder behinderte Personen, wird die Einsatzdichte von Niederflurbussen weiter gesteigert. Neben den zahlreichen Linien, auf denen diese Busse bereits zum Einsatz kommen, werden im Jahr 1999 weitere Linien einbezogen: Der Bogen reicht von
Klosterneuburg über die Bereiche Stockerau, Wolkersdorf, Weinviertel bis zu Destinationen in Laxenburg und Eisenstadt. Generell besteht bei den Bussen die Tendenz, anstelle von Gelenkbussen die wesentlich wendigeren "15-Meter-Busse"
einzusetzen.

Im Wiener Bereich setzen die Wiener Linien weitestgehend Niederflurbusse ein (mit Ausnahmen im 21. und 22. Bezirk). Auch
die im Auftragsverkehr fahrenden Buslinien verfügen fast nur mehr über Niederflurbusse (Ausnahmen nur noch bei Einschubfahrten).

Auch beim Schienenverkehr gibt es eine Neuerung: Mit Beginn
des Jahresfahrplanes 1999/2000, dem 30. Mai, wird es möglich sein, die ÖBB-Linie Parndorf - Kitzsee zum VOR-Tarif zu benützen. Da es im Sommerfahrplan überhaupt ein reichhaltiges Angebot an Regionalzügen geben wird, wird im April dieses Jahres eine entsprechende Informationskampagne starten. (Schluß) pz/bs

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