• 01.03.1999, 12:45:20
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  • OTS0166

"Laßt der Wirtschaft ihre Entwicklung!"

Bayerns Wirtschaftsminister und Kärntens Landeshauptmann diskutierten über Chancen in der EU

Wien (PWK) - "Die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Wirtschaft
am Beispiel Bayern" war das Thema des "Kärntner
Wirtschaftskammerforums" am Donnerstag in der Wirtschaftskammer
Klagenfurt. Dr. Otto Wiesheu, der Bayrische Staatsminister für
Wirtscahft, Verkehr und Technologie, sieht Veränderung und Wandel in
der Wirtschaftspolitik als Chance, nicht als Belastung. Informations-
und Kommunikationstechnologie treiben die Globalisierung voran,
Weltwirtschaftsräume öffnen sich und ein anderer Wettbewerb entsteht.
"Die Wirtschaft muß die Kosten senken, dadurch verlieren viele ihre
Arbeit", so Wiesheu. Die einzige Möglichkeit, mehr Arbeit zu
schaffen, seien Investitionen und Innovation. "Stabile Arbeitsplätze
gibt es nur in stabilen Unternehmen!", argumentiert Wiesheu. Politik,
Wirtschaft und Gewerkschaft müßten gemeinsam die Rahmenbedingungen
dafür erarbeiten: Eine Steuerreform müsse die Wirtschaft stärken und
Arbeitnehmer müßten zur Förderung der Kaufkraft entlastet werden. Die
Dauer von Genehmigungsverfahren müsse verkürzt werden. Infrastruktur
und Forschungslandschaften müßten eingerichtet werden und der
Mittelstand brauche Unterstützungsprogramme. "Nicht zuletzt ist ein
verläßlicher politischer Kurs notwendig, der der Wirtschaft
Hindernisse aus dem Weg räumt, und nicht Prügel vor die Beine legt",
erklärte Wiesheu. ****

Auf diese Art schaffte Bayern den Sprung vom wirtschaftlichen
Schlußlicht Deutschlands an die erste Stelle. Heute beträgt das
Exportvolumen Bayerns 136 Mrd Mark. Der Freistaat verzeichnet einen
anhaltenden Anstieg bei den Betriebsgründungen; 670.000 Selbständige
in Bayern, der höchste Stand seit 30 Jahren, sprechen für sich. 11,7
Prozent Selbständigenquote unterstreichen das gute Gründerklima.

Landeshauptmann Dr. Christof Zernatto sieht für Kärntens
Wirtschaft die gleichen Chancen. "Wir müssen unsere Ziele konsequent
und auf Dauer verfolgen, damit Vertrauen in den Wirtschaftsstandort
Kärntens wächst!", appelliert Zernatto.

Wirtschaftskammer Kärnten und Land Kärnten gingen den richtigen
Weg: Durch das Gründerzentrum und den Gründerhelfer gab es im
vergangenen Jahr um 600 Betriebsgründungen mehr als im Jahr zuvor.
Das Internet für Unternehmer, die PowerBox für Betriebsübergeber und
-übernehmer, der Beratungsscheck und vieles mehr wird bereits
angeboten und angenommen.

Direkter Kontakt zwischen Politik, Wirtschaft und Bildung sei
erforderlich und geschehe beispielsweise in Kärntens Fachhochschulen
und an der Universität. "Die geopolitische Lage Kärntens, die Nähe zu
Oberitalien, Slowenien und Kroatien, verlangt geradezu nach mehr
Außenpolitik! Senza Confini darf nicht auf Olympia 2006 beschränkt
werden!", so Zernatto.

Auf die Initiative "Vorrang für Unternehmen" ging auch Hausherr
WK-Präsident Karl Koffler ein. Er sieht den eingeschlagenen Weg
Kärntens als gut an, ruft aber zu mehr Optimismus und Aktivität auf.
"Wir Kärntner stellen oft fest, warum etwas nicht geht, statt es
einfach zu tun!", so Koffler.
(Schluß) MH
Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Kärnten

Dr. Helmut Dareb
Tel: 0463/5868-660

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