AK: Thornhill Funds-Inhaber der Diskont Bank sollen rasch Konkursforderung anmelden

Wien (OTS) – Die von der Diskont Bank vertriebenen Thornhill Funds hätten nicht im Inland vertrieben werden dürfen. Diese Fonds wurden nämlich nicht beim Finanzminister angezeigt. Daher haben
die Inhaber einen Schadenersatzanspruch gegenüber der Diskont
Bank, sagen die AK Konsumentenschützer. Geschädigte sollen bis spätestens 11. März ihren Schaden als Konkursforderung im Konkursverfahren der Diskont Bank anmelden. ****

Die von der Diskont Bank vertriebenen Thornhill Funds waren nicht
im Inland zum Vertrieb zugelassen. Nach dem Investmentfondsgesetz muß eine ausländische Kapitalanlagegesellschaft, die ausländische Kapitalanlagefonds-Anteile im Inland öffentlich anbietet, diese
dem Finanzminister anzeigen. Bei den Thornhill Funds wurde jedoch nie eine Anzeige beim Finanzminister eingebracht, ergaben die Recherchen der Wiener AK Konsumentenschützer. Das Investmentfondsgesetz sieht eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren vor, wenn ausländische Kapitalanlagefonds-Anteile im Inland angeboten werden, ohne sie dem Finanzminister anzuzeigen.

Die AK Konsumentenschützer folgern: Aus der Verletzung der Anzeigepflicht entsteht den Anlegern ein Schadenersatzanspruch gegenüber der Diskont Bank. Die Inhaber der Thornhill Funds müssen ihren Schaden bis spätestens 11. März im Konkursverfahren der Diskont Bank einbringen. Bei einer bereits eingebrachten Konkursanmeldung müssen sie dafür nachträglich eine Konkursanmeldung einbringen. Allerdings weist die AK auch darauf hin, daß die Anmeldung als Konkursforderung allenfalls auch steuerrechtliche Konsequenzen für den einzelnen Anleger haben und zu einer Nachversteuerung führen könnte.

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