Ab 1. 3. gilt ein langjähriger KfV-Vorschlag: FÜHRERSCHEIN MIT 17 Intensivere Ausbildung statt Schnellsiederkurse und Auto statt Moped kann Unfallquote bei jungen Fahrern reduzieren 10 Verkehrstote in der vergangenen Woche

Wien (OTS) - Am 1. März 1999 tritt die vorgezogene Lenkberechtigung ab 17 in Kraft. Die jungen FahrerInnen müssen eine intensivere Fahrausbildung als bislang absolvieren. Zu erwarten ist, daß Jugendliche früher vom Moped aufs Auto umsteigen. Beim Auto sind die Überlebenschancen bei einem Unfall rund 10 mal höher als beim Moped. Das KfV erhofft sich von dem Umstieg auf das Auto und dem besseren Training ein vernünftigeres Fahrverhalten, somit eine Reduktion der Unfallzahlen bei jugendlichen Fahrern.

Wie bekommt man den Führerschein mit 17?

1. Verkehrszuverlässigkeit ist Voraussetzung: Der Bewerber muß die erforderliche geistige und körperliche Reife besitzen und die gesundheitliche Eignung muß vorliegen.

2. Fahren mit Begleitung: Der Jugendliche muß bei seinen Ausbildungsfahrten von ein bis zwei Personen begleitet werden. Die Begleitperson muß seit sieben Jahren einen Führerschein besitzen, davon drei Jahre Fahrpraxis ohne grobe Verstöße nachweisen, sowie ein Naheverhältnis zum Jugendlichen haben.

3. Was ist neu in der Fahrausbildung:
- Insgesamt muß der Bewerber 3000 km mit seiner Begleitperson zurücklegen und darüber Buch führen.

- Das Fahrzeug muß vorne und hinten mit dem Aufkleber "L17" "Ausbildungsfahrt" gekennzeichnet werden.

- Bei den Ausbildungsfahrten gilt: Tempolimit 80 km/h auf Freilandstraßen und 100 km/h auf Autobahnen, sowie 0,1 Promille für Bewerber und Begleiter. Ein Verstoß führt zum Verlust der Bewilligung für die Ausbildungsfahrt.

4. Regelmäßige Prüfung: Nach jeweils 1000 km absolviert der Fahrschüler gemeinsam mit seinem/n Begleiter/n und einem dafür ausgebildeten Fahrlehrer eine Schulfahrt.

5. Nach 3000 Kilometern ist der Fahrschüler reif für die Perfektionsschulung in der Fahrschule. Wenn die Schule den Lernerfolg bestätigt und das 17. Lebensjahr vollendet ist, kann der Kandidat zur Führerscheinprüfung antreten. Nach bestandener Prüfung gilt die Fahrerlaubnis bis zum 18. Lebensjahr vorerst nur für Fahrten in Österreich. Bis 18 bleibt 0,1 Promille sowie Tempolimit 80/100 aufrecht.

Die Unfallbilanz der Vorwoche:

Insgesamt gab es 10 Todesopfer auf den Straßen. Bei den tödlichen Verkehrsunfällen verloren 6 PKW-Lenker, 1 Moped-Lenker und 3 Fußgänger ihr Leben. Als Hauptunfallsursache mußten nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit (5), Unachtsamkeit (1), technisches Gebrechen (1) und Fehlverhalten der Fußgänger (2) festgestellt werden. Bei einem Verkehrsunfall konnte die Ursache nicht ermittelt werden. Zwei tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet. 3 der 10 Verkehrsunfälle waren Alleinunfälle.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Bitte beachten Sie auch die OTS-Aussendung 063 des BMI unter
http://www.bmi.gv.at

KfV/Pressestelle
Dr. Rudolf Grünzweig
e-Mail: pr@kfv.or.at
Internet: http://www.kfv.or.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KFV/OTS