AK: Farnleitner kann Mieter sofort entlasten

Wien (OTS) – Erfreut zeigt sich die AK über die heftigen Reaktionen auf die heute erneut erhobene Forderung nach einer deutlichen Senkung der Maklerprovisionen. AK Präsident Herbert Tumpel: "Die Reaktionen zeigen, daß das für die Mieter so wichtige Thema auch von den Verantwortlichen hoffentlich endlich ernst genommen wird." Der Wirtschaftsminister könne jederzeit per Verordnung die Provisionen senken "und soll das endlich tun", bekräftigt Tumpel seine Forderung. Die Argumente der Immobilienbranche wies Tumpel als "Schutzbehauptungen" zurück, die dadurch nicht richtiger werden, wenn sie der Wirtschaftsminister wiederholt. Eine Abschaffung einer Provisionsobergrenze wäre für die Mieter das Schlechteste und wird daher von Tumpel abgelehnt. ****

Zu den Behauptungen von Wirtschaftsminister und Immobilienbranche erklärt die AK:

+ Verglichen wurden nicht "theoretische" Höchstprovisionen: Die heute präsentierte Studie beweist, daß die Makler tatsächlich den Provisionsspielraum ausnützen und den Mietern im Schnitt 95 Prozent, den Eigentümern 100 Prozent des Höchstsatzes verrechnen.

+ Im internationalen Vergleich verwendet die AK immer die Gesamtkosten. International werden für Mieter oder Käufer – zum Beispiel in Frankreich – wesentlich mehr Leistungen erbracht.
+ Eine Senkung der Provisionen für die Mieter bedeutet keineswegs einen Umsatzrückgang für die Makler – wenn sie auch von den eigentlichen Auftraggebern, den Vermietern oder Verkäufern Provisionen verlangen würden.
+ Zur Behauptung des ÖVI, das geforderte "Pflichtenheft" gebe es bereits: Die Studie hat gezeigt, daß die Makler ihrer bestehenden Informationspflicht nicht ausreichend nachkommen. Zusätzlich verlangt die AK eine Ausweitung dieser Pflicht – die Informationen müßten auch zum Beispiel den Zustand der Wohnung und des Hauses, bei Eigentumswohnungen den Grundbuchsauszug umfassen und grundsätzlich schriftlich erfolgen. Die Information müsse auch klarstellen, welche gesetzliche Grundlage für die Mietzinsgestaltung der Wohnung zur Anwendung kommen. Nur so haben die Mieter die Möglichkeit, unwahre oder unvollständige Informationen nachträglich einzuklagen.

Eine Freigabe der Maklerprovision lehnt Tumpel kategorisch ab.
Ohne Obergrenzen wären die Mieter den Maklern noch stärker ausgeliefert.

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