ÖGB: Abfertigung für alle und keine Verschlechterung des Urlaubsrechts

Wien (ÖGB). Zu den gestern im Parlament eingebrachten Vorschlägen zur Abfertigung stellt der ÖGB fest, dass bei einer Reform der Abfertigung Schwachstellen zu beseitigen sind, fordert neuerlich eine Abfertigung für alle ArbeitnehmerInnen und weist darauf hin, dass es zu keinem Junktim mit einer Verschlechterung des Urlaubsrechts kommen darf.++++

Zur Diskussion über die Abfertigungsreform hält der ÖGB fest, dass die Abfertigung eine von den Gewerkschaften erreichte
Errungenschaft für die ArbeitnehmerInnen ist. Der Charakter der Abfertigung als Entgeltbestandteil müsse daher auch künftig erhalten bleiben. In diesem Zusammenhang wird festgestellt, dass
der ÖGB wiederholt darauf hingewiesen hat, dass das derzeit geltende Abfertigungsrecht Schwachstellen hat. So steht die Abfertigung erst nach einer dreijährigen durchgehenden Beschäftigung zu. Diese Einstiegshürde führt bei steigender Mobilität am Arbeitsmarkt dazu, dass viele ArbeitnehmerInnen nie
in den Genuss einer Abfertigung kommen.

Der ÖGB erneuert daher seine Forderungen für eine sichere und gerechte Abfertigung und verlangt:

o Abfertigung für alle ArbeitnehmerInnen - auch für Saisonbeschäftigte bei kürzeren Dienstverhältnissen und unabhängig von einer mindestens dreijährigen Beschäftigung.

o Abfertigung auch bei Selbstkündigung.

o Kontinuierliches Anwachsen des Abfertigungsanspruches.

o Ein Junktim mit Verschlechterungen des Urlaubsrechtes für ArbeitnehmerInnen wird vom ÖGB neuerlich entschieden abgelehnt.

Um diese Forderungen zu erreichen, so der ÖGB abschließend, ist auch eine Auslagerung der Abfertigung aus dem Unternehmen erforderlich. (ew)

ÖGB, 26. Februar 1999 Nr. 88

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