AK-Vorschlag zu Makler-Provisionen gefährdet keine Arbeitsplätze

Last der Provisionen soll nicht allein der Mieter tragen

Wien (OTS) – Die AK ist 1996 nicht zu den Verhandlungen über Provisionsätze vom Wirtschaftsminister eingeladen worden, korrigiert die AK entsprechende Aussagen vom Innungsmeister der Immobilien- und Vermögenstreuhänder, Gerhard Steller. Die Provisonssätze haben sich die Makler allein mit dem damaligen Wirtschaftsminister ausgemacht.****
Keineswegs will die AK die Existenz einer Branche durch geringere Provisionssätze aufs Spiel setzen. Die AK will aber, daß nicht der Mieter oder Wohnungskäufer die gesamte Provisionslast trägt, obwohl in 95 % der Fälle der Makler vom Verkäufer bzw Vermieter beauftragt wird. Die Mieten, so die AK, sind seit den 80er Jahren enorm gestiegen und verharren im wesentlichen auf diesem Niveau, insbesondere im Bereich der Altbaumieten. Die Makler haben dadurch enorme Gewinnzunahmen auf Kosten der Mieter erzielt. Die Aussicht auf schnelles Geschäft hat für viele dieses Gewerbe interssant gemacht.
In der letzten Ausgabe der Österreichischen Immobilienzeitung behauptete Steller daß zur Existenzsicherung eine Provision pro Geschäftsfall von 15.000 Schilling notwendig wäre. Heute in einer Aussendung widerspricht er sich selbst und redet von 18.000 Schilling. Steller operiert offensichtlich nach Belieben. Die tatsächlichen vom Mieter verlangte Durchschnittsprovisionen in
Wien liegen deutlich darüber. Nämlich bei 21.000 Schilling bei Mietwohnungen und bei Eigentumswohnung sogar um die 60.700 Schilling.
Es gibt keinen freien Makler-Markt für den Wohnungssuchenden. Will jemand eine bestimmte Wohnung eines Vermieters mieten, muß er den vom Vermieter beauftragten Makler akzeptieren und kann diese
Wohnung nicht über einen anderen Makler mieten. Die Argumentation der Innung ist also schlichtweg falsch, kritisiert die AK.
Die heute präsentierte Studie der AK zeigt auch, daß viele Makler die Mieter und Käufer nicht ausreichend informieren. So werden bei 50% nicht einmal die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestanforderungen durch den Makler erfüllt. Von einer leistungsgerechten "Entlohnung für Dienste" kann also nicht die Rede sein.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Presse Thomas Angerer
Tel.: (01)501 65-2578AK Wien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW/AKW