Umfassende Messungen der GSM-Feldstärken in Salzburg bestätigen: 1000fache Unterschreitung der Grenzwerte an allen Standorten Politiker sprechen Entwarnung aus und begrüßen die nun gewonnene Sicherheit

Wien (OTS) - Die kürzlich vom Forschungszentrum Seibersdorf durchgeführten Messungen der elektro-magnetischen Felder in der Stadt Salzburg wurden heute in Salzburg präsentiert und legen klar, daß alle Sorgen hinsichtlich zu hoher Werte unbegründet waren: Die Meßergebnisse der Untersuchung, die im Auftrag des Forum Mobilkommunikation in Zusammenarbeit mit den zuständigen Salzburger Behörden in Auftrag gegeben wurde, lagen alle deutlich unter den zulässigen ÖNORM-Vorsorgegrenzwerten. Auch die anwesenden Politiker Vizebürgermeister Schaden und Vizebürgermeister Padutsch. sprachen angesichts dieser Ergebnisse von einer "Entwarnung für die Bevölkerung und einer Versachlichung der zukünftigen Dis-kussion.

Für die umfangreichen Messungen war vom Forschungszentrum Seibersdorf eine eigene Meßtechnik entwickelt worden, die eine exakte Darstellung und Zuordnung der einzelnen elektro-magnetischen Felder ermöglicht. Die nun vorliegenden Ergebnisse geben ein klares Bild von den tatsächlich im Umfeld von Mobilfunk-Sendestationen auftretenden Feldstärken: An allen 71 exemplarisch ausgesuchten Standorten wurden die in Österreich geltenden Vorsorgegrenzwerte durchwegs um ein Vielfaches unterschritten. Alle Ergebnisse liegen maximal im Promille-Bereich der in der ÖNORM S1120 angeführten Grenzwerte, der höchste bei Einzelfrequenzen im GSM-Bereich ermittelte Wert beträgt z. B. nur 0,21 % dieser Vorgabe. Der anwesende Experte des Forschungszentrums Seibersdorf, DI Neubauer, betonte in dem Zusammenhang, daß diese Meßergebnisse "als repräsentativ für ganz Österreich angesehen werden können".

Die in der ÖNORM S1120 festgesetzten Personenschutz-Grenzwerte im Frequenzbereich des GSM entsprechen im wesentlichen den Empfehlungen der internationalen Kommission zum Schutz von nicht-ionisierenden Strahlen ICNIRP, die eng mit der WHO zusammenarbeitet. Sie wurden für die Allgemeinbevölkerung festgelegt und berücksichtigten daher auch sensiblere Bevölkerungsgruppen wie Kleinkinder, ältere oder kranke Menschen.

In der vergangenen Zeit war es zu einer zunehmenden Verunsicherung der Bevölkerung im Hinblick auf die Stärke der elektromagnetischen Felder von Sendestationen und mögliche damit verbundene gesundheitliche Auswirkungen gekommen. Durch die Untersuchung, die vom Forum Mobilkommunikation in Zusammenarbeit mit der Stadt Salzburg, der Landessanitätsdirektion und dem Amt für Umweltschutz beim akkreditierten Prüfungsinstitut Forschungszentrum Seibersdorf in Auftrag gegeben wurde, sollte nun Klarheit über die tatsächlichen Gegebenheiten geschaffen werden. Schließlich geht es bei der Diskussion um eine Technologie, die in den letzten Jahren zu einem wesentlichen, wenn nicht unverzichtbaren Bestandteil unserer Gesellschaft geworden ist.

Gerade in der Stadt Salzburg ist die Akzeptanz der mobilen Kommunikation besonders hoch, immerhin telefonieren bereits ein Drittel der Einwohner mobil und diese Zahl ist weiter im Stei-gen begriffen. Wenn man überdies ins Kalkül zieht, daß sich in Salzburg auch Österreichs einzige Fachhochschule für Telekommunikationstechnik und -systeme befindet, mutet es geradezu paradox an, daß die Stadt Salzburg seit einiger Zeit massiv gegen den weiteren Ausbau und die damit verbundene Qualitäts-Verbesserung der Mobilkommunikation auftritt. Schließlich dient ein funktionierendes Mobilfunknetz nicht nur dem Komfort der Salzburger Einwohner, sondern stellt ein immer unerläßlicheres Kriterium für eine moderne Metropole dar - sowohl im Hinblick auf die Sicherung des Wirtschaftsstandortes als auch was den Tourismus anbelangt.

Mit den jüngst erfolgten Meßwerten kommt jedenfalls klar zum Ausdruck, wie unbegründet die Sorgen hinsichtlich zu hoher Feldstärken waren. Schließlich beträgt die maximale bei Einzelfrequenzen gemessene Leistungsflußdichte 0,21 % des in der ÖNORM S1120 festgeschriebenen Vorsorgegrenzwertes und sogar die Summe aller bei den Messungen erhobener Feldstärken (also GSM, TV und Radio, Taxi-, Rettung- und Polizeifunk, Pager, Betriebsfunk etc.) entspricht nur 3,3 % des ÖNORM-Wertes. In jedem Fall sollte es durch die Untersuchung gelungen sein, Klarheit über die Sachlage dieses so heiß diskutierten Themas zu schaffen und auch die auf sehr emotionaler Ebene geführte Diskussion auf eine sachliche Basis zu bringen.

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