Niederösterreich rückt ins transeuropäische Netz

Neue GSD-Studie des Wirtschaftsministeriums als Grundlage

St.Pölten (NLK) - Die Studie über die "Gestaltung des Straßennetzes im Donaueuropäischen Raum unter besonderer Beachtung des Wirtschaftsstandortes Österreich" von Wirtschaftsminister Dr. Hannes Farnleitner im Vorjahr in Auftrag gegeben und von einer Arbeitsgruppe nunmehr fertiggestellt, wurde heute im Rahmen eines Pressegespräches präsentiert. Sie sieht für Niederösterreich umfangreiche Ausbaumaßnahmen vor. Ausgehend von der Vorgabe, Österreich in der neuen europäischen Entwicklung nicht zum Engpaß werden zu lassen, kommt die Studie zum Ergebnis, daß einige "Korridore" zu errichten sind, die die Ostregion und damit vor allem Niederösterreich ins transeuropäische Netz rücken lassen. Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll: "Niederösterreich hat hier einen Nachholbedarf, der auf die frühere Randlage zurückzuführen ist. Durch die Ostöffnung und die europäische Entwicklung sind zusätzliche Verkehrsströme zu erwarten, die wir bewältigen müssen. Das ist von besonderer Bedeutung für die Attraktivität der Ostregion als Wirtschaftsstandort", erklärte Pröll.

Aus dem Maßnahmenkatalog, der sich aus der Studie ergibt, nannte Pröll vor allem folgende hochrangige Straßenzüge:
Die Errichtung der Nordautobahn, die das östliche Weinviertel in eine neue Situation versetzt und als Standort aufwertet; Einigung gibt es bereits bezüglich der Trassenführung.
Ein "Ring um Wien" in Niederösterreich, der durch die Straßenzüge B 208, durch den weiteren Ausbau der B 3, eine Donaubrücke in Traismauer und durch die Anbindung an die S 33 erfolgt.
Eine Weinviertel-Schnellstraße von Hollabrunn nach Kleinhaugsdorf in dreispurigem Ausbau.
Die Spange Kittsee im Verlauf der A 4, um Hainburg vom Schwerverkehr zu entlasten.
Ein sechsspuriger Ausbau der Westautobahn samt Pannenstreifen. Errichtung einer Brücke in Hohenau mit internationalem Übergang in die Slowakei; dafür werden EU-Mittel beansprucht.

Pröll zeigte sich dankbar für die Studie und das sich daraus ergebende Programm, weil es für Niederösterreich den Weg ins neue Jahrtausend weise. Je stärker die Ostregion werde, desto besser könne sie künftige Chancen nützen und Risiken minimieren.

Einigkeit besteht mit der Bundeshauptstadt Wien über die Konsequenzen aus der Studie und über die konkreten Ausbaumaßnahmen. Gemeinsame Anliegen sind die Südumfahrung Wiens, die Nordostumfahrung samt Anbindung an die Nordautobahn. Bundesminister Dr. Farnleitner stellte zur Finanzierung fest, ein Großteil der Mittel für die sich aus der Studie ergebenden Projekte - rund 20 Milliarden Schilling -werden aus dem Road-Pricing für Lkw aufgebracht.

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