LIF-Wien fordert leistungsbezogene Bezahlung von Immobilienmaklern!

Hack: " Dienstleistung und Kundenservice sollen im Vordergrund stehen. Reine Vermittler-Provisionen müssen um ein Vielfaches gesenkt werden."

Wien (OTS) Anläßlich der heute präsentierten Studie der Arbeiterkammer, die einen Vergleich der österreichischen Maklerprovisionen mit dem europäischen Niveau anstellte, bekräftigte die liberale Planungssprecherin Michaela Hack das liberale Modell einer leistungsbezogenen Bezahlung für Immobilienmakler. "Die Maklerprovisionen in Österreich liegen über dem europäischen Durchschnitt und sind eine beträchtliche Belastung für Mieter bzw. Käufer", konstatierte die Gemeinderätin und forderte die Einführung eines leistungsbezogenen Zahlungsmodells. Hack machte weiters darauf aufmerksam, daß den hohen Provisionszahlungen keine eindeutigen Leistungsdefinitionen gegenüberstehen und der Wohnungssuchende lediglich für das Zustandekommen des Vertrags zahlen müsse.

Nach Ansicht der LIF-Politikerin müsse sich die Höhe von Maklerprovisionen an der vom Makler für den Mieter erbrachten Leistung orientieren.
Zudem sei es notwendig, so Hack, daß in Zukunft eine Doppelvertretung verboten werde. "Der Makler kann wohl kaum die Interessen des Vermieters/Verkäufers einerseits und die des Mieters/Käufers andererseits gleichzeitig wahrnehmen", sagte die liberale Gemeinderätin.

Das von den Liberalen präsentierte Modell sieht vor, daß der Makler nur einem Auftraggeber - Vermieter/Verkäufer oder Mieter/Käufer -verpflichtet ist. Bei erfolgreicher Vermittlung erhält er eine Sockelprovision in der Höhe von 1,5% der Vertragssumme bei Vermietung bzw. 2% bei Kauf.

Dementsprechend könnten die Basis-Provisionen für die reine Vermittlungstätigkeit um ein Vielfaches gesenkt werden. Zahlt der Mieter einer 40m² großen Wohnung, die für ein Jahr gemietet wird, derzeit ca. 4500,- Schilling an Provision, würde sich diese dem liberalen Modell entsprechend auf nicht einmal ATS 600,- excl. vereinbarter Zusatzleistungen reduzieren. Zusätzlich zu diesem Sockelbetrag können zwischen Makler und Auftraggeber Entgelte für weitere Leistungen, wie z.B. Rechtsberatung, Förderberatung, Finanzierungskonzepte etc. sowie Erfolgsprämien vereinbart werden.

Nach der derzeitigen Gesetzeslage sei ein Makler nicht einmal verpflichtet, sich um die Vermittlung zu bemühen. "Wir wollen mit dem Modell der leistungsbezogenen Bezahlung von Maklern für mehr Dienstleistung und Kundenservice statt reiner Vermittlung sorgen. Damit leisten wir auch einen erheblichen Anteil an der Verbilligung des Grundrechts Wohnen", so Hack abschließend.

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