Tierschutz und Konsumentenschutz sind in der EU-Landwirtschaftspolitik endgültig tabu!

Wien (OTS) - Die einwöchigen Verhandlungen des Agrarministerrates sind auf dem Totpunkt angelangt. Aber auch die Demonstration der Mächtigen gegen die Kleinen hat ihre Wirkung verfehlt. Haben die EU-Agrarminister versagt?

Agrar-Überschüsse ruinieren den EU-Marktpreis. Die längst geforderte Einstellung der Aufstockung der Viehbestände wurde ignoriert. Statt dessen werden sowohl Export-förderungen und Herodesprämie, als auch Verluste durch Tierseuchen verstärkt subventioniert. Nationale und EU-Subventionen für Tierseuchenbekämpfung sind bereits höher als das Kilo vermarktbares Fleisch. Aber auch Rußland braucht die landwirtschaftlichen Produkte der EU nicht mehr. Für sie ist jetzt Selbstversorgung angesagt.

DI Renate Mayer, Referat für Landwirtschaft, THWA.: "Es ist eine Zumutung, wie in Brüssel Agrarpolitik betrieben wird. Sinnlose Verhandlungen auf Kosten des Tierschutzes und der Konsumenten, die mit billigen, minderwertigen Agrarprodukten abgespeist werden sollen."

Selbst die Kampagnen der Bauernvertreter nach dem Motto "Eßt mehr Fleisch, es ist ja so gesund" fördert besonders die Ausbeutung und Quälerei von noch mehr Tieren.

Renate Mayer: "Offensichtlich soll die biologische, tierfreundliche Landwirtschaft zu Grabe getragen werden. KonsumentInnen wird sogar die Kennzeichnung tierischer Produkte nach der Haltungsform vorenthalten. Ganz klar warum! Auch durchschnittliche bis miese Qualität sucht ihre Abnehmer."

Forderungen der Unterschriftenliste des TIERHILFSWERKES AUSTRIA:

· Tierfreundlichen Betrieben und Verbänden unverzüglich den Rücken stärken.

· Stop den Überschüssen von landwirtschaftlichen Produkten.

· Verpflichtende Kennzeichnung tierischer Produkte nach der Haltungsform.

· Konsumentenschutz statt Konsumentennepp.

· Ökosteuern für Intensivtierhaltung.

· Subventionsstop für Lebendtierexporte.

Christian Janatsch, Präsident des Tierhilfswerkes Austria: "Die Ausbeutung der Tiere hat in der Landwirtschaft die größten Auswüchse erfahren. Wir alle sind jetzt aufgefordert, Nutztierschutz zu betreiben."

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tierhilfwerk Austria
DI Renate Mayer,
Tel.: 02243-22964 14 oder
Handy: 0664-18 43 005

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS