ARBÖ: Führerschein mit 17: So ist das Fahrzeug zu kennzeichnen

Wien (ARBÖ) - Viele 16jährige können wohl den 1. März kaum erwarten, denn ab dann steht der Führerscheinausbildung für die Klasse B nichts mehr im Wege. Frühestens zu ihrem 17. Geburtstag erhalten Sie dann das begehrte rosa Papier. Der ARBÖ zeigt, wie Fahrzeuge, mit denen die Ausbildung erfolgt, zu kennzeichnen sind und faßt die wichigsten Aspekte nochmals zusammen.

ARBÖ-Cheftechniker Dipl.Ing. Diether Wlaka: "Dank dem neuen Führerscheingesetz (FSG) können von 1. März 1999 an Bewerber um einen Pkw-Führerschein bereits ab dem vollendeten 16. Lebensjahr mit der Theorie- und Praxisausbildung in der Fahrschule beginnen, wenn sie eine vorgezogene Lenkberechtigung der Klasse B
beantragen." Fahrzeuge, die für die Ausbildung verwendet werden, sind an der Vorder- und Rückseite mit dem Aufkleber "L 17" und dem Schriftzug "Ausbildungsfahrt" zu kennzeichnen. Allerdings sind die Aufkleber viel zu groß geraten. Dipl.Ing. Wlaka: "Diese Aufkleber werden auf vielen Fahrzeugen, außer auf den Scheiben, keinen Platz finden." Noch dazu müssen diese Kleber auf der Vorder- und der Hinterscheibe aufgeklebt werden und bis zum 18. Geburtstag am Fahrzeug verbleiben. Durch die Größe des Klebers wird das Sichtfeld aber erheblich eingeengt.

Siehe dazu auch unser ARBÖ-OTS-Bild:

Bildtext: ARBÖ, Führerschein mit 17: So ist das Fahrzeug zu kennzeichnen
Foto: ARBÖ/Henisch

Der ARBÖ faßt noch einmal die wichtigsten Aspekte zusammen, die man für den "Führerschein mit 17" wissen muß:

Voraussetzung dafür ist, daß der Bewerber verkehrszuverlässig ist, die erforderliche geistige und körperliche Reife besitzt und die gesundheitliche Eignung vorliegt. Weiters muß er eine oder
zwei Personen bekanntgeben, die ihn bei den notwendigen Ausbildungsfahrten begleiten.
Nach der absolvierten Grundausbildung in der Fahrschule (Bestätigung), kann der Begleiter (sieben Jahre Führerscheinbesitzer, drei Jahre Fahrpraxis) um eine Bewilligung für Ausbildungsfahrten ansuchen.

Über die Ausbildungsfahrten ist ein Fahrtenbuch zu führen. Nach jeweils 1000 gemeinsam gefahrenen Kilometern haben der Bewerber
und sein(e) Begleiter eine Schulung und eine Schulfahrt in der Fahrschule zu absolvieren. Nach 3000 Kilometern, nach Vollendung
des 17. Lebensjahres und einer Perfektionsschulung in der
Fahrschule wird der Kandidat zur Fahrprüfung zugelassen, wenn die Fahrschule den angestrebten Lernerfolg bestätigt.

Nach einer positiv abgelegten Prüfung und bis zum Erreichen des 18. Lebensjahres gilt diese national erteilte Lenkberechtigung nur für Fahrten in Österreich und in jenen Staaten, die diese Lenkberechtigung anerkennen (z.B. Frankreich). Die speziellen Geschwindigkeitsbeschränkungen (80/100 km/h) sind bis zum 18. Geburtstag einzuhalten. Die Probezeit läuft bis zum vollendeten
20. Lebensjahr.

Was bei den Ausbildungsfahrten zu beachten ist.

Tempolimits:
80 km/h auf Freilandstraßen, 100 km/h auf Autobahnen

Promillegrenze:
Bewerber und Begleiter unterliegen der 0,1 Promillegrenze. Ein Verstoß führt neben einer Verwaltungsstrafe auch dazu, daß der Bewerber erst mit Vollendung des 18. Lebensjahres zur Fahrprüfung zugelassen wird. Ein Verstoß des Begleiters führt zu einem Verlust der Bewilligung für die Ausbildungsfahrt.

Fahrtenbuch:
Über die Ausbildungsfahrten ist ein Fahrtenbuch zu führen.

Und, wie bereits erwähnt, Kennzeichnung:
Das Fahrzeug ist vorne und hinten mit Schildern "L17" und "Ausbildungsfahrt" zu kennzeichnen.

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