LIF-Landwirtschaftssprecher Reisenberger: "Agenda 2000 ist eine Chance für die österreichische Landwirtschaft" !

Das jetzige Agrarsystem ist auf Dauer unfinanzierbar

St. Pölten(OTS) - Kein Verständnis für die ablehnende Haltung des Bauernbundes zur Agenda 2000 hat der Landwirtschaftssprecher des Liberalen Forums NÖ, Ing. Rudolf Reisenberger. "Das jetzige Ausgleichszahlungssystem der EU ist auf Dauer nicht mehr finanzierbar und die Akzeptanz der Bevölkerung schwindet zusehends", so Reisenberger.

Ausserdem profitieren von den derzeitigen produktbezogenen Förderungen hauptsächlich die Zwischenhändler. "Weiters verschlingt die Bürokratie durch komplizierte Fördersysteme einen grossen Teil des Geldes", sagt der liberale Agrarexperte.

Durch Absenkung der Produktpreise auf Weltmarktniveau erreichen wir viele positive Ziele:

  • Wegfall der teuren Exportstützungen durch Steuergelder
  • Günstigere Konsumentenpreise, die zu verstärkter Nachfrage führen
  • Direktförderungen für die Betriebe, die sozial ausgerrichtet werden können
  • Absinken der Produktionsmittelpreise
  • Wegfall teurer Interventionslagerhaltungen

"Diese Komponenten werden das Arbeitseinkommen der österreichischen Bauern erhöhen", sagt Reisenberger und verweist auf Studien der Universitäten Amsterdam und Berlin und des Eurostat, die eine Steigerung um etwa 15-20% vorhersagen. Wie Verbraucherstudien belegen, wird eine Verbilligung von Rindfleisch die Inlandsnachfrage um etwa 23.000 Schlachtrinder erhöhen. "Bauernbunddirektor Penz wäre gut beraten, sich diese Studien genauer anzusehen; sein Protest gegenüber der Agenda ist unangebracht und schadet den Landwirten", sagt Reisenberger.

Als nachträgliche Faschingsmeldung wertet der Liberale Agrarsprecher die jüngsten Aussagen der FPÖ. "Wenn Marchat wirklich aus der gemeinsamen Agrarpolitik der EU austreten will (!!!), hat er auch das Prinzip eines gemeinsamen Marktes nicht verstanden", so Reisenberger. Dies wäre im Falle des Exportlandes Österreich allerdings fatal. Das Liberale Forum bekennt sich daher zur GAP und fordert Kommissär Fischler auf, die Agenda 2000 zum Wohle der österreichischen Landwirte zu verwirklichen.

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